Zur Navigation Zu den wichtigsten Inhalten
Giulia Cenci, "Nightfall", 2019. Collection Mudam Luxembourg. Donation 2019 – Baloise Group
Giulia Cenci. Mudam Sammlung

Giulia Cenci

Das Mudam Luxemburg zeigt eine Reihe neuerer Arbeiten von Giulia Cenci (*1988, Cortona), die mit der Unterstützung der Baloise Group erworben wurden. Für die Gewinnerin des Baloise Kunst-Preises 2019 ist es die erste museale Einzelausstellung.

Im Herbst 2020 werden vier Skulpturen von Giulia Cenci zu sehen sein. Ihre hybriden Gebilde bestehen aus verschiedenen Materialien – Metall, Polyurethanharz, Epoxidharz, Schaum, Fett, Staub vom Atelierboden – die mit erkennbaren Elementen wie Teilen eines Motors, Ästen oder dem Gipsabdruck eines Körperteils eines Wolfs gepaart wurden. Anhand eines aufwendigen Arbeitsprozesses fügt die Künstlerin Rohmaterialien, gefundene Objekte und Skulpturelemente zu halb organischen, halb mechanischen Installationen zusammen. Die hier gezeigten Arbeiten sind Teil von Territory, einer Installation bestehend aus einzelnen Skulpturen, die sich chaotisch entfalten und als scheinbar autonome, lebensähnliche Elemente den Raum bevölkern.

Der Baloise Kunst-Preis wird jedes Jahr an zwei KünstlerInnen vergeben, die in der Abteilung Statements der Art Basel ausstellen. Der Preis wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen und ist mit jeweils 30’000 CHF dotiert. Zudem werden eine oder mehrere Arbeiten der Gewinner angekauft und den beiden Partnermuseen geschenkt. Dank dieser Unterstützung fanden Arbeiten von Beatrice Gibson, Mary Reid Kelley, Martha Atienza und Seokyeong Suki Kang den Weg in die Sammlung des Mudam, das seit 2015 Partner des Preises ist. Die diesjährige Jury wurde geleitet von Martin Schwander, künstlerischer Berater der Baloise. Weitere Jurymitglieder waren Lionel Bovier, Direktor des MAMCO in Genf; Harald Falckenberg, Sammlung Falckenberg, Hamburg; Marie-Noëlle Farcy, Kuratorin und Leiterin der Sammlung des Mudam Luxembourg; sowie Gabriele Knapstein, Direktorin des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin.

Biografie
Das Werk von Giulia Cenci (*1988, Cortona) ist anlässlich von Einzelausstellungen bei Kunst Merano Arte in Merano (2019), De Ateliers in Amsterdam (2017) und Laboratorio del dubbio in Turin (2016) gezeigt worden. Ihre Arbeiten wurden ferner auf der 15. Biennale de Lyon (2019), in der Villa Médicis, Académie de France in Rom (2019) und der Colgate University in Hamilton, New York (2016), ausgestellt. Sie ist Preisträgerin des Werkbijdrage Jong Talent des Mondriaan Fonds sowie des Baloise Kunst-Preises 2019. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam.

Credits

Kuratorin:
  • Marie-Noëlle Farcy

2019 Baloise Kunst-Preis