Zur Navigation Zu den wichtigsten Inhalten

Pauline Boudry & Renate Lorenz – Laufende Performance mit Arantxa Martinez und Renen Itzhaki

Wann
ab
Wo
Mudam Ostgalerie
Gebühr

10€ (inklusive Eintritt zu den Ausstellungen)

Begrenzte Teilnehmerzahl

Änderungen oder Streichung vorbehalten

Gesichtsmaske obligatorisch

Physische Distanzierung einzuhalten

Die Installation Moving Backwards (2019) von Pauline Boudry und Renate Lorenz ist in der Ostgalerie des Mudam zu sehen. Sie beginnt mit dem Gefühl, von den jüngsten reaktionären Gegenbewegungen angetrieben zu sein und untersucht Möglichkeiten des Widerstandes, indem sie postmoderne Choreographie und Urban Dance mit Guerilla-Techniken und Elementen queerer Underground-Kultur verbindet. Die Installation versammelt Video, kinetische Skulptur und Performance in sich, letztere wird dabei sowohl live als auch im Film choreographiert gezeigt werden.

„Als Zeuginnen der politischen Rückschläge in den Bereichen des Genders, der sexuellen Selbstbestimmung oder der Flüchtlingsrechte, aber auch angesichts eines allgemein herrschenden Gefühls, zurückweichen zu müssen, wollten wir uns Gedanken über Strategien des Widerstands machen. Aus diesem Grund schlugen wir vor „rückwärts zu gehen“ („moving backwards“), aber in dem Sinn, in dem es die kurdischen Frauen taten, als sie nur vorgaben, zurückzuweichen, indem ihre umgekehrten Schuhe in die eine Richtung zurück zu gehen schienen. Tatsächlich aber gingen sie vorwärts, in die andere Richtung.“
Pauline Boudry / Renate Lorenz

Die Performance Moving Backwards (2019) wurde für eine Präsentation im Schweizer Pavillon der 58. Biennale von Venedig im Jahr 2019 entwickelt. Sie beginnt mit dem Gefühl, zurück gestoßen zu werden, was sich körperlich ausdrückt im Stoßen und Ziehen von Widerstand und Rückschlägen. Eine filmische Installation folgt der Bewegung von fünf Tänzern, wie sie rückwärts gehen oder sich bewegen. Die Arbeit, die aus Sequenzen wirklicher Performance und aus anderen, die digital verändert sind, besteht, untersucht die zeitlichen und räumlichen Aspekte ihrer Bewegungen und die Zweifel und Zweideutigkeiten, die sie verkörpern. Das Ganze findet in einer Umgebung statt, die die Künstlerinnen als „abstrakten Club“ entworfen haben. So kommt man als Betrachter von „backstage“ auf eine große Bühne, was das Publikum in der Videoarbeit selbst in die Rolle der Performer versetzt.

Installation mit HD-Video, 23 Min. 2019
Choreographie / Performance: Julie Cunningham, Werner Hirsch, Latifa Laâbisso, Marbles Jumbo Radion, Nach

Pauline Boudry & Renate Lorenz hatten Einzelausstellungen im Frac Bretagne, Rennes (2021); Joan, Los Angeles (2019); Centre Culturel Suisse, Paris (2018); Participant, New York (2017); Contemporay Arts Museum, Houston (2017); Van Abbe Museum, Eindhoven (2016); Nottingham Contemporary (2015); Kunsthalle Wien (2015); Kunstalle Zürich (2015). Teilnahme an Gruppenausstellungen im Walker Art Center, Minneapolis (2019); ONE National Gay & Lesbian Archives, Los Angeles; Le Plateau, Paris; Jumex Museum, Mexico; Moskauer Museum für Moderne Kunst, Moskau; Museo d’Arte Moderna et Contemporanea di Bolzano; Medrar for Contemporary Art, Kairo; Coreana Museum of Art, Seoul (2018); New Museum, New York (2017). Boudry und Lorenz nahmen teil an der Biennale in Rennes und präsentierten ihre Arbeit auf der High Line Art, New York (2018). 2019 vertraten Boudry und Lorenz die Schweiz auf der Biennale von Venedig.

"Moving Backwards", Pauline Boudry / Renate Lorenz, 2019, still, Installation with HD film, 23 min. Choreography/performance: Julie Cunningham, Werner Hirsch, Latifa Laâbissi, Marbles Jumbo Radio, Nach