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Enfin seules

Fotografien aus dem Archive of Modern Conflict

Mit Enfin seules (endlich allein) präsentiert Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean eine Auswahl von über zweihundert Bildern aus dem Archive of Modern Conflict. Dieses 1992 in London gegründete Archiv beschreibt sich selbst als „Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.“ Von seinem ursprünglichen Fokus auf die Geschichte von Konflikten erweiterte es sich in etwas, das mehr einem Laboratorium ähnelt als einem herkömmlichen Archiv. Heute gehört es zu den größten Fotosammlungen der Welt mit über acht Millionen Bildern, mit Veröffentlichungen und Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Anhand einer Sammlung von Fotografien aus allen Kontinenten und aus einem weiten Zeitraum, von den Anfängen der Fotografie in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre, bietet Enfin seules einen neuen Blick auf die Darstellung der Pflanzenwelt, die in ihrer ganzen Vielfalt erfasst wird. Die Ausstellung zeichnet das fiktive Porträt einer Welt ohne menschliches und tierisches Leben.

Enfin seules ist eine immersive Ausstellung, die sich um einen zentralen, höhlenartigen Raum herum entwickelt. Die Wände der Ausstellung sind mit stark vergrößerten Fotos aus dem Archiv tapeziert. Aus Bildern von Blumen, Pilzen, Baumstämmen, Farnen, Tropfsteinen und Nordlichtern entsteht ein Panorama von Pflanzen, Felsen und Lichtern, welches den Hintergrund bildet für die Auswahl historischer und neuerer Abzüge. Anonyme Bilder und Abzüge renommierter Fotografen werden in der Ausstellung nebeneinander gezeigt, die auch Fotografien aus verschiedenen Disziplinen zusammenführt: Wissenschaft, Botanik, Astronomie, Mathematik und Malerei.

Mit Fotografien von (Auswahl):
Anna Atkins (1799, Tonbridge, Kent – 1871, Halstead, Kent), Johann Böhm (b. 1895, České Budějovice, Tschechische Republik – 1952, Prag), Brassaï (1899, Brașov, Rumänien – 1984, Beaulieu-sur-Mer), Fred Payne Clatworthy (1875, Dayton, Ohio – 1953, Estes Park, Colorado), William Craven (1809, London – 1866, Scarborough, North Yorkshire), Henry John Elwes (1846 – 1922, Cheltenham, Gloucestershire), Dimitri Ermakov (1846, – 1916, Tiflis, Georgien), Amelia Elizabeth Gimingham (1833, London – 1918, Axbridge, Somerset), Conrad Theodore Green (1863, Kirkburton, West Yorkshire – 1940, Birkenhead, Merseyside), Petr Helbich (1929, Prag), John Karl Hillers (1843, Hannover – 1925, Washington D.C.), Bertha Jaques (1863, Covington, Ohio – 1941, Chicago), Edward Dukinfield Jones (1848, Derby – 1938, Los Angeles), August Kotzsch (1836 – 1910, Dresden), Axel Lindahl (1841, Mariestad, Schweden – 1906, Södertälje, Schweden), Lee Miller (1907, Poughkeepsie, New York – 1977, Chiddingly, East Sussex), John Murray (1809, Peterhead, Aberdeenshire – 1898, Sheringham, Norfolk), Charles Nègre (1820 – 1880 Grasse), Ferdinand Quénisset (1872, Paris – 1951, Juvisy-sur-Orge), Willy Ronis (1910 – 2009, Paris), Jaroslav Rössler (1902, Smilov, Tschechische Republik – 1990, Prag), Josep MaríaSert (1874 – 1945, Barcelona), Carlo Baldassarre Simelli (1811, Stroncone, Umbrien – nach 1877), Fredrik Carl Mülertz Størmer (1874, Skien, Norwegen – 1957, Oslo), Josef Sudek (1896, Kolín, Tschechische Republik – 1976, Prag), Graham Sutherland (1903 – 1980, London), Shikanosuke Yagaki (1897, Kyoto – 1966)

Credits

Ausstellungskonzept:
  • Timothy Prus (Archive of Modern Conflict)

Kuratoren:
  • Timothy Prus
    Assistiert von: Ed Jones, Luce Lebart, Giulia Shah und Michelle Wilson

    und

    Michelle Cotton
    Assistiert von: Sarah Beaumont und Christophe Gallois

Ausstellungsdesign:
  • Polaris Architects

Die Ausstellung wurde vom Archive of Modern Conflict für das Mudam konzipiert, im Rahmen der 8. Ausgabe des Europäischen Monats für Fotografie Luxemburg , der dem Thema Rethinking Nature / Rethinking Landscape gewidmet ist.