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Vue de l’exposition "Anri Sala. Le Temps coudé", 11.10.2019 – 05.01.2020, Mudam Luxembourg
Anri Sala

Le Temps coudé

In über zwei Jahrzehnten schuf Anri Sala (*1974, Tirana) ein erstaunliches Werk aus Filmen und Installationen, in denen er mit Klängen, Musik und bewegten Bildern Themen aus heutiger und vergangener Zeit behandelt. In der sich hier im Mudam über zwei Etagen erstreckenden Ausstellung sind bedeutende Installationen, Filme und Zeichnungen Salas aus den vergangenen fünf Jahren zu sehen. Ihr Titel, Le Temps coudé, leitet sich ab vom französischen Ausdruck „faire un coude“ und bezieht sich auf die Wendungen und Biegungen in unserer Erfahrung dessen, was wir sehen, hören und wissen.

Klänge und Musik bedeuten für Salas Werke weit mehr als reine Begleitung, spielen sie doch stets eine Schlüsselrolle, die es dem Künstler erlaubt, die Gegenwärtigkeit des Augenblicks zu enthüllen und ihn zu öffnen. So ruft Sala in seinen immersiven und sinnlich zu erfahrenden Installationen mithilfe einer großen Vielfalt von musikalischen Stilen, die von der Klassik über den Free Jazz zur Pop und Neuen Musik reicht, unterschiedliche Vorstellungen kollektiven, historischen und kulturellen Erinnerns hervor.

Vue de l’exposition "Anri Sala. Le Temps coudé", 11.10.2019 – 05.01.2020, Mudam Luxembourg
© Photo : Rémi Villaggi | Mudam Luxembourg

Sein besonderes Interesse für ihre Erfahrbarkeit findet sich auch in den von Sala selbst inszenierten Präsentationen seiner Arbeiten wieder. Jede Ausstellung ist einzigartig in ihrer Anlage und wird, um Sala zu zitieren, als ein „Kontinuum der Gegenwärtigkeiten und des Fließens“ konzipiert, als ein „Ort von Verknüpfung und Wechselbeziehung“, an dem die Anwesenheit des Betrachters zu einem aktiven Element wird.

Kurzbiografie

Anri Sala wurde 1974 in Tirana, Albanien, geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin. Sein Werk war bereits im Rahmen persönlicher Ausstellungen in Institutionen wie dem Museo Tamayo in Mexico (2017), dem New Museum in New York (2016), dem Haus der Kunst in München (2014), dem Centre Pompidou in Paris (2012), der Serpentine Gallery in London (2011), dem Museum of Contemporary Art North Miami (2008) und der Fondazione Nicola Trussardi in Mailand zu sehen (2005). 2013 vertrat Sala Frankreich bei der 55. Biennale von Venedig. Weiterhin war er bereits Teilnehmer zahlreicher Sammelausstellungen und Biennalen, darunter die 12. Biennale von Havanna (2015), die 11. Biennale von Sharjah (2013), die 9. Biennale von Gwangju (2012), die Documenta 13 (2012), die 29. Biennale von São Paulo (2010), die 2. Biennale für Gegenwartskunst in Moskau (2007) und die 4. Berlin Biennale (2006). Sala wurde für sein Werk unter anderem mit dem Vincent Award (2014), dem 10. Benesse Prize (2013), dem Absolut Art Award (2011) und dem Young Artist Prize der Biennale von Venedig (2001) gewürdigt.

Anschauen

Anri Sala sur son exposition au Mudam Luxembourg

Credits

Kuratorin:
  • Suzanne Cotter
    Assistiert von Sarah Beaumont

Ausstellungsdesign:
  • Studio Anri Sala / METAFORM Architects

Sound Design:
  • Olivier Goinard