Workshop. A Feminist Perspective on Art and Antin
- Wann
-
– - Was
- Werkstatt
- Wo
- Mudam Studio
- Mit
Gabrielle Antar & Ella Chambers
- Sprache
EN
- Zugang
10€
Frei für Studierende / KULTURPASS- Anmeldung erforderlich
mudam.com/rsvp-performing-identities
t +352 453785-531
Was bedeutet es, mit Identitäten zu spielen, Alter Egos zu erschaffen oder in die Schuhe einer anderen Person zu schlüpfen? Wie prägen Vorstellungen wie Geschlecht, Kultur oder Beruf unser Selbstbild?
Der Workshop gibt den Teilnehmer:innen grundlegende Konzepte aus der feministischen, Gender- und Queer-Theorie an die Hand und ermöglicht es ihnen, Kunst aus einer neuen Perspektive zu betrachten und zu hinterfragen.
Das Angebot besteht aus drei Teilen: Nach einer theoretischen und zugleich interaktiven Einführung wenden wir die gewonnenen Erkenntnisse bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung von Antin praktisch an. Im Anschluss vertiefen wir unsere Erfahrungen, indem wir uns im kreativen Praxisteil mit der Darstellung und dem Ausdruck von Identität durch Collage beschäftigen.
Die drei Teile eröffnen einen Raum, in dem verschiedene Fragen zu unseren geschlechtlichen Identitäten, Erfahrungen und Ausdrucksformen erforscht werden können. Welche Wege stehen uns offen, um unterschiedliche Facetten unserer Identität zutage treten zu lassen? Und welche Rolle kann Kunst dabei spielen?
Es wird sichtbar, dass Geschlecht und soziale Hierarchien unser Weltverständnis wesentlich beeinflussen. Kunst dient hier nicht nur als Spiegel gesellschaftlicher Realitäten, sondern auch als Mittel, sie aktiv mitzugestalten. Dadurch entsteht ein Freiraum für kreatives Ausprobieren und das gemeinsame Entwerfen gerechterer, alternativer Zukunftsvisionen.
Der Workshop ist Teil der Reihe Performing identities. Die Teilnahme an allen drei Terminen (am 30. November. und 7. Dezember 2025) ist empfehlenswert, aber nicht verpflichtend.
Biographie:
Gabrielle Antar (sie/ihr) ist eine luxemburgisch-libanesische Autorin, die den größten Teil ihres Lebens im Libanon verbracht hat. Sie hat einen Bachelor in Politikwissenschaften und einen Master in Gender Studies. In ihrer akademischen Arbeit konzentrierte sie sich auf Drag-Performance als eine Form des Widerstands im Libanon und untersuchte, wie Queerness ein kraftvolles Werkzeug sein kann, um sozialen Wandel zu imaginieren und zu gestalten. Ihre Arbeit ist in einer transnationalen, dekolonialen und queer-feministischen Perspektive verankert. Bevor sie sich stärker in basisnahen Kollektiven in Luxemburg engagierte, arbeitete Gabrielle als Journalistin. Heute bewegt sich ihre Praxis an der Schnittstelle von Kreativität und Aktivismus. Durch Schreiben, Poesie und multidisziplinären Ausdruck möchte sie kritisches Denken anregen und politisches Bewusstsein vertiefen. Geleitet von der Überzeugung, dass sowohl das Persönliche als auch das Gemeinschaftliche politisch sind, gründete sie déi aner – eine alternative Medienplattform, die Raum für kritischen Dialog schafft, unterrepräsentierte Stimmen stärkt und eine gerechtere, kreative und gemeinschaftsorientierte Kulturlandschaft in Luxemburg unterstützt.
Ella Chambers hat einen Bachelor in Sozialanthropologie und einen Master in Gender Studies. Derzeit arbeitet sie als Projektleiterin der feministischen Bibliothek CID Fraen an Gender in Luxemburg. In dieser Rolle und während ihres Studiums hat sie sich umfangreiche Expertise in nationaler und internationaler Gender-Politik angeeignet. Ihre akademische Arbeit untersucht in erster Linie, wie soziale, politische und wirtschaftliche Kontexte Sex und Sexualität beeinflussen. Zuletzt resultierte daraus eine Studie über Anti-Gender-Diskurse und deren Gegner:innen in Luxemburg sowie über die spezifischen Vorstellungen, die sie vom Nationalstaat entwerfen. Mit dem Ziel, theoretisches Wissen in konkrete Praxis zu übersetzen und zugänglicher zu machen, organisiert sie Workshops und Diskussionsrunden und ist auch journalistisch tätig. Außerdem ist sie eine der Moderatorinnen der luxemburgischen Radiosendung und des Podcasts zur Sexualaufklärung Méi Wéi Sex. Ihre Arbeit ist von der Überzeugung geleitet, dass umfassende, intersektionale Sexualaufklärung eine Grundvoraussetzung für eine Gesellschaft ist, die auf sozialer Gerechtigkeit basiert.
