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Workshop. Das Selbst performen: Wenn Fiktion verkörpert wird

Wann

Wo
Mudam Studio
Mit

x0x0

Sprache

EN

Zugang

10€ 
Frei für Studierende / KULTURPASS

Anmeldung erforderlich

mudam.com/rsvp-performing-identities   
t +352 453785-531

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von einer fiktionalen Identität sprechen – und ist sie wirklich fiktional? Inwieweit wird eine verkörperte Figur real, und wie kann man ihre Bewegung verleihen?

Im Rahmen dieses Workshops laden die Drag-King-Künstler x0x0 die Teilnehmenden dazu ein, anhand praktischer und gemeinschaftlicher Übungen zu erkunden, wie Gesten, Haltungen und Stimmen unsere Wahrnehmung von uns selbst und von anderen verändern können.

Durch das Ausprobieren verschiedener Arten des Gehens, Tanzens oder Sich-Haltens entdecken die Teilnehmenden, wie der Körper nicht nur spielerisches Werkzeug, sondern auch Mittel zur Reflexion über Geschlechterstereotype und deren Einfluss auf unseren Alltag wird. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, ein eigenes Alter Ego zu erfinden – irgendwo zwischen Fiktion und Realität, Verfremdung und Verkörperung.

Während sich der vorherige Workshop auf gesprochene Worte sowie den Einsatz von Text und Stimme zur Erschaffung eines Alter Egos konzentrierte, steht dieses Mal der Körper im Mittelpunkt: Bewegung und körperliche Haltungen stehen im Vordergrund, um Identität physisch erfahrbar zu machen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bequeme Kleidung wird empfohlen – und lasst euch überraschen, was euer Körper ausdrücken kann.


Biografie: 

x0x0 ist ein Drag King, deren Auseinandersetzung mit Kunst und Identität vor drei Jahren begann. Seine Ausbildung in den Bildenden Künsten bildet die Grundlage für x0x0s forschungsbasierten Zugang zu Fragen von Gender, Performance und Repräsentationen von Männlichkeit. Nach ersten Erkundungen von Drag-Queen-Codes wandte er sich der King-Performance zu und entdeckten durch diese Experimente auch seine nicht-binäre Identität. Heute bewegt sich x0x0 zwischen den Bildsprachen eines Gogo-Tänzers und eines Fitnesstrainers und spielt bewusst mit männlichen Stereotypen und geschlechtlich gecodeten Körperhaltungen. Inspiriert von Popkultur, queeren Codes und Praktiken der Dekonstruktion nutzt x0x0 die Bühne als Labor, um Genderdarstellungen zu manipulieren. Er plädiert für eine radikal offene Vision von Drag – als Raum, in dem jede:r die Codes für sich beanspruchen, verdrehen und neu erfinden kann.

x0x0, 2024