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Workshop. Performative Zugänge zu Identität und Selbst

Wann

Wo
Mudam Studio
Mit

Raphaël Adams

Sprache

EN

Zugang

10€ 
Frei für Studierende / KULTURPASS

Anmeldung erforderlich

mudam.com/rsvp-performing-identities   
t +352 453785-531

In diesem Workshop erforschen wir das Konzept der konstruierten Identität durch die Linse von Eleanor Antins Werk. Gemeinsam stellen wir Fragen zur Authentizität beim Fiktionalisieren des Realen, zu ethischen Aspekten beim Aufgreifen fremder Geschichten und zur Wirkung auf Publikum und Betrachter:innen.

Antin, eine Künstlerin, die sich frei zwischen Genres und Medien bewegte, verband häufig autobiografisches Material mit performativen und theatralischen Elementen, um die Welt um sich herum neu zu interpretieren. Ausgehend von ihrer Überzeugung, dass „alle Geschichte Fiktion ist“, untersucht der Workshop, wie Autobiografie und kuratierte Identitäten durch theatralische Mittel neu erfunden werden können, um größere gesellschaftliche Themen anzusprechen. Indem wir eigene Figuren erschaffen, experimentieren wir mit Techniken wie denen des dokumentarischen Theaters und der archetypischen Bouffon-Figur des „Tricksters“, um vielfältige Möglichkeiten der Darstellung unserer eigenen Identität zu entdecken.

Inspiriert von Antins Werk, möchte der Workshop neue Wege aufzeigen, wie eigenes biografisches Material und die Geschichten anderer für performative Arbeiten genutzt und transformiert werden können.

Hinweis: Es sind keine Vorkenntnisse in Performance nötig. Der Workshop richtet sich an alle, die Interesse daran haben, sich mit den Themen Identität, Selbst und Autorschaft auseinanderzusetzen.

Der Workshop ist Teil der Reihe Performing identities. Die Teilnahme an allen drei Terminen (am 16. November und 7. Dezember 2025) ist empfohlen, aber nicht verpflichtend.


Biographie:

Raphaël Adams ist Theatermacher, Performancekünstler und Regisseur, der mit den Grenzen zwischen Publikum und Performer:innen experimentiert. Er nutzt Publikumsinteraktion und queere Performance, um Reflexionen darüber anzustoßen, was Liebe und Intimität in einer neoliberalen Gesellschaft bedeuten, und ist bestrebt, vielfältige Wege des Community-Buildings in einer zunehmend isolierenden Welt zu erforschen. Raphaël arbeitete mit verschiedenen Organisationen in Irland (Galway Theatre Festival, Macnas, Druid, Baboró, Dublin Fringe) und Luxemburg (Kulturfabrik, neimënster). Zu den Projekten, an denen er beteiligt war, zählt unter anderem die Inszenierung von Yaqui and Béal (Galway Theatre Festival 2024), ein Theaterstück, das die Gemeinsamkeiten zwischen indianischen und irischen Kulturen und Geschichten untersucht. Außerdem konzipierte er das publikumsinteraktive Stück Gulliver in Love (Druid FUEL Residency), eine radikal queere Neuerzählung von Swifts Gulliver’s Travels, und untersuchte kürzlich zeitgenössische Vorstellungen von Männlichkeit, indem er die griechische Mythologie im Stück Olympus Has But Snow (Ko-Kreation mit Cuisle Productions, Forschungsresidenz bei neimënster) neu deutete.

Exhibition view ‘Eleanor Antin: A Retrospective’, Mudam Luxembourg. Photo: Mareike Tocha © Mudam Luxembourg
Exhibition view ‘Eleanor Antin: A Retrospective’, Mudam Luxembourg. Photo: Mareike Tocha
© Mudam Luxembourg