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Telegrams from the Nose

Wann
ab
Im Rahmen des

red bridge project

Einleitung

Lydia Rilling in Anwesenheit von François Sarhan
18h30 | FR

Sprachen

FR / RU

Alter

Ab 14 Jahre

Reservierung

info@luxembourgticket.lu
t +352 470895–1

Kosten

Erwachsene: 20€
Jugendliche: 8€
Kulturpass willkommen

Im Anschluss an die Ursonate um 19 Uhr in der Philharmonie eröffnet diese vorzügliche Doppelvorstellung das red bridge project, das sich über die gesamte Spielzeit 20-21 erstreckt.

Telegrams from the Nose, eine Zusammenarbeit zwischen dem südafrikanischen Künstler William Kentridge und dem französischen Komponisten François Sarhan, mischt Videoanimationen, Schattenspiele und expressionistische Pantomimen, um die Beziehungen zwischen Sowjetkommunismus, Wissenschaftsbegeisterung und moderner Kunst ebenso humorvoll wie schonungslos auszuleuchten. Diese drei Themen gruppieren sich um die Figur des „neuen Menschen“, und seine Kehrseite, den angeklagten und geopferten Menschen.

Eine Fülle von musikalischem, visuellem und textlichem Material wird mit Geschwindigkeit, metaphysischer Absurdität und als Schock-Kunst konzipierter Montage verflochten, in seiner Neuinterpretation der Moderne der zwanziger Jahre. Wissenschaftliche Phantastereien über Frauen, Propaganda und Fragmente der stalinistischen Prozesse wechseln sich ab mit köstlichen Gedichten von Daniil Harms, einem russischen Meister des sprachlichen Spottes.

In dieser Hommage an die Geschichte des Konstruktivismus und des russischen Futurismus, sowie an die Ideale, die sie unterstützt haben, verbirgt Kentridge weder seine Faszination noch seinen Aufruhr; er schafft somit ein kraftvolles, aber auch zutiefst melancholisches Werk –wenn er nicht terrorisiert ist...

Mit einer kleinen Gruppe von Musikern auf elektrischen und Bettlerinstrumenten („Stroh“-Saiteninstrumente, die durch ein Horn verstärkt werden) erschafft François Sarhan einen einzigartigen, ebenso verführerischen wie elenden Klang, einen wilden Stil, der die Albträume des jungen Schostakowitsch heraufzubeschwören scheint.

Für den Anlass des red bridge projects, haben William Kentridge und François Sarhan ihre Zusammenarbeit fortgesetzt und einen ersten Teil für die Telegrams mit dem Titel O Sentimental Machine geschaffen, in dem die Beziehung des Menschen zu technischer Bravour aus der Sicht der russischen Revolutionäre der zwanziger und dreißiger Jahre geschildert wird.

» Diese absurde Welt präsentieren François Sarhan und der südafrikanische Künstler William Kentridge kaleidoskopartig in einer kuriosen Verbindung aus Musik, Trickfilm, Sprechtext und Schauspiel. Gesungen wird in den Telegrammen nur selten, und doch wird aus dem Zusammentreffen der Künste echtes Musiktheater, weil die verschiedenen Elemente so kunstvoll ineinandergreifen.[...] diese Zusammenstellung ist so sprudelnd, so eigenständig und kunstvoll, wie es die russische Avantgarde war [...]. Ann-Christine MECKE – Berliner Zeitung

Video, drawings: William Kentridge
Music:
François Sarhan

Ensemble Ictus

Musical direction:
Georges-Elie Octors
Stroh-violin:
Igor Semenoff
Stroh-cello & voice:
François Deppe
Stroh-guitar:
Tom Pauwels
Keyboard:
Jean-Luc Plouvier
Electronic instruments:
Matthieu Metzger
Speaker:
François Sarhan
Sound:
Alexandre Fostier

Part One:
William Kentridge, François Sarhan: "O Sentimental Machine", new piece commissioned by Philharmonie & Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Part Two:
William Kentridge, François Sarhan: "Telegrams from the Nose"

Produced by:
THE OFFICE performing arts + film Rachel Chanoff, Laurie Cearley, Olli Chanoff, Lynn Koek, Catherine DeGennaro, Gabrielle Davenport, Noah Bashevkin, Erica Zielinski, Diane Eber, Chloe Golding, Kyla Gardner & Bruna D’Avila

In partnership with:
Quaternaire - Paris