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Mudam Talk. Eleanor Antin – An Encounter

Wann

Wo
Mudam Auditorium
Mit

Haden Guest (Harvard Film Archive, Cambridge)
Marco Nocella (Ronald Feldman Gallery, New York)
Gabriele Schor (Sammlung Verbund, Vienna)

Moderiert von

Bettina Steinbrügge

Sprache

EN

Zugang

Freier Eintritt

Anmeldung

Nicht erforderlich

Im Rahmen dieses Gesprächs widmen wir uns dem Vermächtnis von Eleanor Antin und ihrem Beitrag zur Kunstgeschichte – insbesondere in den Bereichen Konzeptkunst, Feminismus und Film – und reflektieren zugleich die Relevanz ihres Werks für jüngere Generationen.

Zu Beginn geben die Diskussionsteilnehmer*innen kurze Impulsbeiträge und teilen ihre individuellen Perspektiven auf Antins Praxis; anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter der Leitung von Bettina Steinbrügge.

Das Gespräch findet auf Englisch statt, dauert rund 45 Minuten und schließt mit einer Fragerunde (Q&A) mit dem Publikum.


Biografien:

Gabriele Schor studierte Philosophie an der Universität Wien und an der University of California in San Diego. Sie arbeitete an der Tate Gallery in London, war Kunstkorrespondentin der Neuen Zürcher Zeitung und unterrichtete Kunstkritik an verschiedenen Universitäten in Österreich. 2004 wurde sie zur Gründungsdirektorin der internationalen VERBUND COLLECTION in Wien berufen. Dort etablierte sie einen zentralen Schwerpunkt auf der feministischen Kunst der 1970er-Jahre. Sie prägte den Begriff „Feminist Avant-Garde“ und verankerte ihn im kunsthistorischen Diskurs, um die Pionierrolle dieser Künstlerinnen hervorzuheben. Die Sammlung setzt zudem Schwerpunkte zu den Themen „Wahrnehmung von Räumen und Orten“ sowie „Gender, Identität und Diversität“. Schor veröffentlichte u. a. die ersten Monografien zu den österreichischen Künstlerinnen Birgit Jürgenssen und Renate Bertlmann sowie Monografien zu Francesca Woodman, ORLAN und Louise Lawler. Drei Jahre arbeitete sie gemeinsam mit Cindy Sherman am Werkverzeichnis der frühen Arbeiten der Künstlerin und publizierte das Kompendium zur Feminist Avant-Garde.

Haden Guest ist Direktor des Harvard Film Archive, wo er die Kinemathek sowie die Film-, Manuskript- und Fotosammlungen kuratiert. Er stellte Filmprogramme u. a. für die Viennale, die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sowie die Gulbenkian Foundation und das Gulbenkian Museum in Lissabon zusammen, wo er die zwölfteilige Reihe Cinema Dialogues: Harvard at the Gulbenkian (2013–2015) organisierte. Guest verantwortet zudem das Restaurierungsprogramm des Harvard Film Archive, mit Schwerpunkt auf unabhängigem und avantgardistischem Kino. Zuletzt restaurierte er den lange verschollen geglaubten Robert-Flaherty-Film A Night of Storytelling, der 2013 in der Houghton Library von Harvard wiederentdeckt wurde. Als Senior Lecturer im Department of Art, Film, and Visual Studies der Harvard University lehrt er Filmgeschichte und Archivpraxis. Er promovierte in Filmgeschichte an der University of California, Los Angeles (UCLA). Derzeit arbeitet er an einer kritischen Geschichte des portugiesischen Kinos nach der Nelkenrevolution von 1974. 2015 wurde er vom portugiesischen Kulturminister mit der Medal of Cultural Merit ausgezeichnet – in Anerkennung seiner kuratorischen und wissenschaftlichen Arbeit zum portugiesischen Kino. Zudem produzierte er den preisgekrönten Film Songs from the North von Soon-Mi Yoo, der u. a. mit dem Goldenen Leoparden (Locarno 2014), dem DocLisboa-Preis für den besten Erstlingsfilm und dem Jury-Preis beim Buenos Aires International Film Festival ausgezeichnet wurde.

Marco Nocella ist Galerist und Director of Sales der Ronald Feldman Gallery, der er 1986 beitrat. Er ist ein geschätzter Berater von Sammlerinnen, arbeitet eng mit Museumskuratorinnen und Förder*innen zusammen und war an der Konzeption und Umsetzung Hunderter Ausstellungen beteiligt. Seine enge Zusammenarbeit mit Künstlerinnen wie Hannah Wilke und Ida Applebroog prägte und vertiefte seine Perspektive. Als ausgewiesener Kenner des Werks von Mierle Laderman Ukeles, einer Pionierin der Social Practice, ist er im neuen Dokumentarfilm Maintenance Artist über sie zu sehen. Die Ronald Feldman Gallery vertritt Eleanor Antin seit 1976; Nocella begann ein Jahrzehnt später – mit seinem Eintritt in die Galerie – mit Antin zusammenzuarbeiten. Daraus entwickelte sich eine über 30-jährige Freundschaft und Allianz, die in sieben Einzelausstellungen (zusätzlich zu drei früheren) in der Ronald Feldman Gallery und darüber hinaus mündete. Antin bezeichnet ihn oft als „den Bruder, den ich nie hatte“.

Eleanor Antin, ‘The Two Eleanors’ (from the series ‘The Ballerina’), 1973. Courtesy of the artist