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Die Nacht der Ideen 2020. Lebendig sein

Wann
ab

2020 lädt die Nacht der Ideen erneut zu einem Stelldichein ins Mudam. „Être vivant“ – was sowohl mit „Lebewesen“ als auch mit „lebendig sein“ übersetzt werden könnte – ist das Generalthema anhand dessen Fragen zur Zukunft der Menschheit behandelt werden. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, aber auch das ökologische Gleichgewicht und die Beziehung des Menschen zu anderen Lebewesen werden thematisiert.

Folgen Sie den Impulsvorträgen internationaler Wissenschaftler und renommierter KünstlerInnen und diskutieren Sie anschließend mit ihnen am runden Tisch. Wir freuen uns auf Sie!

Eintritt frei.

18h00-20h30 | Grand Hall
Einschreibungen offene Gesprächsrunden

19h00-19h15 | Mudam Auditorium
Mot des partenaires | FR

19h15-20h15 | Mudam Auditorium
5 Impulsvorträge der Gastredner
RSVP mudam.com/rsvp-NDI
Moderation von Caroline Mart | FR/DE

20h45 + 21h30 | Galeries
Rundtischgespräche | Offen für alle | 45 Min.

22h15-23h00 | Mudam Café
Come Together

GastrednerInnen:

Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani
Der digitale Mensch der Zukunft | DE
Dr. Dr. Ayad Al-Ani ist außerordentlicher Professor an der School of Public Leadership der Universität Stellenbosch, Südafrika, und assoziiertes Mitglied am Einstein Zentrum Digitale Zukunft in Berlin. Des weiteren ist er Lehrbeauftragter für Digitale Kultur an der Universität Basel. Als Wirtschafts- und Politikwissenschaftler behandelt er die Kernthemen Arbeit, Politik und Bildung. Al-Ani beschäftigt sich mit dem digitalen Wandel und hier insbesondere mit dem Verhältnis zwischen traditionellen Institutionen und der Plattformökonomie sowie mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Staat und Politik.

Louisa Clement
Was macht einen Menschen im digitalen Zeitalter aus? | DE
Louisa Clement hat ihr Studium 2015 als Meisterschülerin bei Andreas Gursky an der Kunstakademie Düsseldorf abgeschlossen. Neben dem renommierten Max-Ernst-Stipendium der Stadt Brühl, erhielt sie danach den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Bildende Kunst und im selben Jahr das Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. Menschliche Präsenz im Künstlichen auf der einen, künstliche Präsenz im Menschlichen auf der anderen Seite: vielgestaltig reflektieren Louisa Clements Arbeiten die Lebensbedingungen und Themen einer westlichen, urban geprägten Generation am Beginn des 21. Jahrhunderts.

Yves Gellie
La Possibilité d’un dialogue Humain / Machine | FR
Yves Gellie begann seine Karriere als Fotojournalist mit einer Reportage über die Kokainproduktion in Kolumbien, gefolgt von einer Geschichte über die Flüchtlinge des Ogadenkrieges in Somalia. Seine Arbeiten wurden in Zeitschriften und Zeitungen wie Geo, National Geographic, Sunday Time Magazine, Le Monde, Life und Newsweek publiziert. 1987 war er Preisträger im Rahmen der World Press Photos. Seit 1999 entwickelt er eine Methode, die seine Arbeit zwischen Dokumentation und zeitgenössischer Kunst verortet. Seit 2007 arbeitet er an einem Projekt über die großen wissenschaftlichen Labore, in denen an der Entwicklung humanoider und sozialer Roboter geforscht wird.

Jérémy Gobé
Un art au service du bien commun | FR
Die Arbeit von Jérémy Gobé spiegelt seine Idee einer Kunst „im Leben“ wieder, für die er Begegnungen sucht mit Arbeitern ohne Werk und mit Materialien ohne Arbeiter, mit Dingen ohne Zweck und mit ungeformten Werken. Im Verlauf seiner Ausstellungen, z.B. im Palais de Tokyo (2013), im Bass Museum Miami (2016) oder im Shanghai Yuz Museum (2018), suchen seine Werke die Wiederanbindung an die Natur. So hat er auch für die 15. Biennale de Lyon (2019) das Anthropozän-Projekt im Garten der Fondation Bullukian entwickelt, in dem er zeitgenössische Kunst mit Wissenschaft, Industrie und Nachhaltigkeit verband.

Dr. Thibaud Latour
IA, instrument d’un nouvel obscurantisme ou instrument de liberté ? | FR
Thibaud Latour leitet die Forschungsgruppe „Human Dynamics In Cognitive Environments“ und das „Cognitive Environment Lab“ innerhalb des Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST). Gleichzeitig faszinieren Latour sowohl Kunst als auch Wissenschaft. Beide Bereiche bieten Möglichkeiten, die Welt zu entschlüsseln, ihre Komplexität zu entziffern und bestimmte Aspekte auf behutsame Weise in den Griff zu bekommen. Beide gründen auf Intuition und Kreativität, folgen unterschiedlichen Pfaden und lassen doch nicht voneinander.

Dr. Guy Colling
Biodiversität (freie Diskussionsrunde) | DE
Guy Colling ist ein luxemburgischer Botaniker, und seit dem Jahr 2000 Leiter der Forschungsgruppe Populationsbiologie und Evolution am Nationalmuseum für Naturgeschichte in Luxemburg. Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt in den unteren Ebenen der biologischen Vielfalt, d.h. den Populationen und ihrer genetischen Variabilität. Als Experte für Biodiversität veröffentlicht er regelmäßig internationale Artikel über die Populationsbiologie von gefährdeten Pflanzenarten und verfasst Berichte über besonders seltene oder neue Pflanzen in Luxemburg für die Société des naturalistes luxembourgeois.

Caroline Mart
Moderation
Nach dem Abitur an der European School und einem Studium im Bereich Publizistik an der Freien Universität Brüssel, begann Caroline Mart ihre Karriere als einzige Frau im Bereich Politik bei RTL Radio Luxembourg. Sie blieb dem Sender treu und moderierte erst die Fernsehnachrichten, dann Kulturchefin und schließlich stellvertretende Chefredakteurin. Seit 12 Jahren moderiert sie zusätzlich zweimal im Monat die Sendung “Kloertext”, in der über gesellschaftspolitische Aktualitäten in Luxemburg debattiert wird.

Nuit des idées 2019
© Mudam Luxembourg