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Die Kunst des Sammelns

Wann

Mit

Éléonore Moreau-Gentien 
Wilhelm Schürmann

Sprache

EN

Zugang

Im Eintrittspreis der Luxembourg Art Week enthalten.

Anmeldung

Nicht erforderlich 
Geöffnet für das Publikum der Messe
Vorbehaltlich Änderungen oder Absage

Im Rahmen der Luxembourg Art Week und ihrer internationalen Messe lädt das Mudam die Öffentlichkeit dazu ein, über die Bedeutung des Sammelns von Kunstwerken nachzudenken – sowohl aus institutioneller Sicht als auch aus individueller Perspektive. Museen übernehmen die Rolle, Kunstwerke für die Gegenwart und die Zukunft zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen, während private Sammler:innen aus den unterschiedlichsten Gründen Kunst erwerben. Mitunter überschneiden sich diese Interessen mit jenen des Museums: So auch bei der Schenkung Schürmann an das Mudam im Jahr 2023, die es dem Museum ermöglichte, Werke zu erwerben, die dem luxemburgischen Publikum sonst nicht zugänglich gewesen wären.

In dem Gespräch zwischen dem etablierten Sammler und Kurator Wilhelm Schürmann und Éléonore Moreau-Gentien, einer jungen Sammlerin sowie Mentorin des Young Collectors Club, werden Fragen erörtert wie: Warum beginnt man, Kunstwerke zu sammeln? Zu welchem Zweck? Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Werke? Und worin unterscheiden sich eine private von einer öffentlichen Sammlung?

Im Laufe des Austauschs wird dem Publikum ein tieferes Verständnis für die Kunst des Sammelns vermittelt – untermauert von Ratschlägen und Empfehlungen zweier erfahrener Sammler:innen.


Über die Sammler:innen:

Anfang der 1970er-Jahre weckte die Fotografiegeschichte Wilhelm Schürmanns (1946, Dortmund) Interesse für die Kunst. Als Fotograf und Fotografiedozent gründete er 1974 eine der ersten Fotogalerien Europas. Das erste Werk in der Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann stammt von Hans Haacke, das Schürmann im Austausch für Fotos erhielt, die Haacke für seine Arbeit Der Pralinenmeister (1981) auswählte. Es folgten Arbeiten von Martin Kippenberger, Albert Oehlen und Günther Förg. Anfang der 1990er-Jahre wandte sich die Sammlung der amerikanischen Kunst zu, mit besonderem Interesse an der Westküste, darunter Jack Goldstein, Mike Kelley, Paul McCarthy und Raymond Pettibon. Die Sammlung umfasst rund 2.000 Werke von den 1960er-Jahren bis heute sowie fotografische Abzüge von den 1920er-Jahren bis in die Gegenwart. Ihr Schwerpunkt liegt auf gesellschaftlichen Fragestellungen und Werken, die sich durch ihre Wirklichkeitsnähe, ihre Offenheit oder ihren Humor auszeichnen. Gaby und Wilhelm Schürmann betrachten ihre Sammlung nicht als Privateigentum oder Prestigeobjekt, sondern als Kulturgut, das seine Existenz und Relevanz der Öffentlichkeit zu verdanken hat. Im Jahr 2025 ist Wilhelm Schürmann Ko-Kurator der Gruppenausstellung, die Werke seiner Sammlung gemeinsam mit jenen des Mudam präsentiert: Radio Luxembourg. Echoes Across Borders.

Éléonore Moreau-Gentien ist eine leidenschaftliche Kunstsammlerin, deren Weg unerwartet begann, als sie als Kind von ihren Eltern ihr erstes Kunstwerk geschenkt bekam, nachdem sie sich in einer Galerie von ausgestellten Arbeiten hatte fesseln lassen. Dieses frühe Erlebnis weckte ein dauerhaftes Interesse an Kunst, das sie seitdem in ihr berufliches wie persönliches Leben integriert hat. Als Juristin verbindet Éléonore ihr juristisches Fachwissen mit ihrer Liebe zur Kunst. Sie absolvierte ein spezialisiertes Studium im Kunstrecht bei Christie’s und vertiefte ihr Verständnis der Kunstgeschichte an der École du Louvre. Ihre Sammlung spiegelt ihr Engagement für Künstler:innen wider, die sich mit sozialer Gerechtigkeit und Frauenrechten auseinandersetzen, und unterstützt Stimmen, die herausfordern und inspirieren. Da viele Menschen aus ihrem Umfeld von ihrer Sammlung angezogen wurden, das Sammeln selbst jedoch als unerschwinglich oder zu komplex empfanden, gründete Éléonore den Young Collectors Club mit. Der gemeinnützige Verein fördert eine lebendige Gemeinschaft – ob etablierte Sammler:innen, angehende Sammler:innen oder einfach Kunstbegeisterte – durch monatliche Veranstaltungen und exklusive Vorteile, und unterstützt zugleich die luxemburgische Kunstszene.

Exhibition view ‘Radio Luxembourg: Echoes across borders’, Mudam Luxembourg. Photo : Marion Dessard © Mudam Luxembourg
Exhibition view ‘Radio Luxembourg: Echoes across borders’, Mudam Luxembourg. Photo : Marion Dessard
© Mudam Luxembourg