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Dodeka
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Halbzeit
Michel Majerus
2002
Acrylique sur toile
Running in Cycles
Michel Majerus
2001
Sérigraphie couleur sur PVC
SINNMASCHINE
Michel Majerus
1997
Acrylique et crayon sur toile, plancher métallique industriel
Untiled 5, Untitled 39
Michel Majerus
1996
Acrylique sur toile
Untitled (Violet)
Michel Majerus
1997
Peinture acrylique sur toile |
Michel Majerus
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Während seiner relativ kurzen Karriere war Michel Majerus (1967, Esch-sur-Alzette, Luxembourg – 2002, Niederanven,Luxembourg) sehr produktiv und schuf über vierzig Malerei-Installationen. Sein Werk enthält eine Vielzahl von Referenzen aus der Kunstgeschichte (von der Farbfeldmalerei bis zur Pop Art) und der Populärkultur (von Comics bis zur elektronischen Musik). Diese Zitate werden übereinander geschichtet und collagiert, wodurch visuell gesättigte Kompositionen entstehen, die an die Bilderflut des damals aufkeimenden Internets erinnern. Majerus' Einsatz dieser Techniken, die Elemente aus Computersoftware und Videospielen kombinieren, war für einen in den 1990er Jahren arbeitenden Maler radikal.
Das nichtgegenständliche und gestisch gemalte Bild Untitled (Violet) (1997) scheint sich auf den ersten Blick in die Tradition der abstrakt-expressionistischen Malerei einzu- schreiben. Doch ist das bildnerische Aktionsfeld in die linke obere Ecke gedrängt, wodurch es mit den Farbspritzern die Spuren seines malerischen Aktes betont. Er liebte die großen Formate und ließ sich inspirieren von den Bildwelten der Werbung, der Comics, der Computer, aber auch der Pop Art und der gestischen Abstraktion. Diese auf den ersten Blick impulsiv gemalte Bild ist das Ergebnis einer genau durchdachten und geplanten Ausführung. Nicht ohne Ironie zeigt Majerus dem Betrachter nicht ein abstraktes Gemälde, sondern das Bild eines abstrakten Gemäldes, auf dem spontane Handlung dargestellt ist.
SINNMASCHINE (1997) besteht aus einem Metallboden, der sich in einem Viertelkreis auffächert und an dessen gekrümmtem Rand sieben bemalte Tafeln angebracht sind, was einen Maßstabswechsel gegenüber Majerus' früheren Arbeiten darstellt. Obwohl nicht vollständig immersiv, involviert die Sinnmaschine das Gehör und die Augen des Besuchers. Der Titel verweist auf The Man-Machine, das 1978 erschienene Album der deutschen Elektropop-Band Kraftwerk, während der Boden an eine Bühne oder eine Tanzfläche erinnert, auf der die Schritte des Besuchers widerhallen. Die Tafeln sind gleichzeitig Hintergrund und zentrales Element. Die sechs monochromen Tafeln in Orange, Weiß, Rosa und Blau bilden einen Farbverlauf, der an das Testbild des analogen Fernsehens erinnert. Die siebte Tafel hingegen zeigt dichtgedrängt verschiedene Bilder: ein Porträt von Kraftwerk verschmilzt mit Farbklecksen, eine Reproduktion eines Zeitungsausschnitts der Financial Times, auf dem Elmo aus der Sesamstraße zu sehen ist, und der Abbildung eines Nike-Sneakers. Das Werk mischt das visuelle Vokabular der Massenmedien und zeigt die Homogenisierung des Geschmacks in einer globalisierten kapitalistischen Wirtschaft.
Trotz seiner nur kurzen Karriere konnte sich Majerus einen Ruf von internationaler Reichweite erarbeiten. Er liebte die großen Formate und ließ sich inspirieren von den Bildwelten der Werbung, der Comics, der Computer, aber auch der Pop Art und der gestischen Abstraktion. Diese auf den ersten Blick impulsiv gemalte Bild ist das Ergebnis einer genau durchdachten und geplanten Ausführung. Nicht ohne Ironie zeigt Majerus dem Betrachter nicht ein abstraktes Gemälde, sondern das Bild eines abstrakten Gemäldes, auf dem spontane Handlung dargestellt ist.