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Dominique Ghesquière
Dominique Ghesquières (1953, Pensacola, Vereinigte Staaten) Werke sind von Industrieobjekten, Baumaterialien oder Landschaftsfragmenten inspiriert. Ihr Ansatz besteht darin, diese auf neue Weise von Hand zu reproduzieren, indem sie beispielsweise ein Material verwendet, das im Kontrast zu den Eigenschaften des dargestellten Objekts steht. Ihre Werke wirken dadurch wie Trompe-l'œils, die sie im Raum anordnet, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Mur de sable (2008) erscheint in der Galerie und aktiviert sie auf unterschiedliche Weise, je nachdem, wie das Werk präsentiert wird. Die Vorgaben für die Inszenierung der Arbeit variieren: Die Skulptur kann als Barriere fungieren und die Besucher·innen dazu zwingen, sie zu umgehen, oder sie kann die vorhandene Architektur duplizieren. Sie ist nie höher als kniehoch. Sie versperrt nicht den Blick, so dass das Auge frei schweifen kann. Aus der Ferne sieht sie aus wie eine traditionelle Mauer mit einem Muster aus übereinander liegenden Ziegeln. Doch ihre Farbe ist ungewöhnlich. Aus der Nähe wird der Grund für die Verwirrung klar: Die Festigkeit von Ziegeln steht im Widerspruch zu diesem Material. Der Sand, aus dem sie bestehen, macht sie zerbrechlich und verleiht ihnen eine leicht unregelmäßige Form. Dieser unvollkommene Illusionismus erzeugt eine Interferenz mit der Realität und nährt eine Form der Mehrdeutigkeit.