The Half-Life of Steel by Stefan Krebs
| Wann |
– |
| Was | Alle Vorträge |
| Wo | DH Lab, First Floor, Maison des Sciences Humaines, Esch-Belval |
| Begleitende Ausstellung | Dodeka: 12 Werke für 12 Kantone |
| Access | Free |
| Booking required | a.wester@mudam.com |
Im Rahmen von Dodeka reflektiert der Historiker Stefan Krebs die langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Folgen der Deindustrialisierung im Süden Luxemburgs. Der Vortrag findet in Esch-Belval statt – einem Ort, der noch immer vom Erbe der ehemaligen Stahlwerke geprägt ist – und entfaltet sich im Dialog mit Michel Majerus’ Werk Halbzeit (2002), das im Luxembourg Learning Centre gezeigt wird.
Majerus’ Gemälde bezieht seinen Titel aus dem kurzen Intervall der Halbzeit: einer Pause, in der eine Form der Aufmerksamkeit einer anderen weicht. Stefan Krebs setzt dem die „Halbwertszeit“ der Deindustrialisierung entgegen. Wobei er sie nicht als einen einzelnen Moment der Stilllegung begreift, sondern als ein Nachwirken, das Arbeit, Erinnerung und Landschaft im Minett noch lange nach dem letzten Abstich formt. Während Halbzeit Temporalität in ein kommerzielles Intervall staucht, bemisst sich die Halbwertszeit des Stahls in Generationen, weitergenutzten Hallen und unvollendeten Umnutzungen.
Biographie:
Stefan Krebs ist Historiker und Forscher am Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) der Universität Luxemburg. Seine Arbeit gilt der Industriegeschichte, der Deindustrialisierung und der Technikgeschichte, mit besonderem Interesse an der industriellen Vergangenheit Luxemburgs.