| Wann |
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| Was | Führungen |
| Wo | Galleries |
| Begleitende Ausstellung | Simon Fujiwara: A Whole New World |
| Mit | François Cusset |
| Rahmen | |
| Sprache | EN |
| Zugang | 10€ |
| Anmeldung erforderlich |
Hinter der gefälligen Ästhetik von A Whole New World verbergen sich weitaus dunklereBedeutungsebenen: Diese Führung bringt sie ans Licht und enthüllt die Schattenseiten von Popkultur, Konsumgesellschaft, neuen Medien und Unterhaltungsindustrie – und wie all dies unsere Wahrnehmung der Welt geprägt hat.
Prozesse der Kommodifizierung haben jeden Bereich des zeitgenössischen Lebens erfasst – eine unausweichliche Bedingung, mit der uns Fujiwaras Ausstellung unmittelbar konfrontiert. Dabei werden die Teilnehmenden in philosophische Konzepte eingeführt, die helfen können, unsere aus den Fugen geratene Welt zu verstehen und das Zusammenspiel von Freizeit, Kommerz und Kontrolle einzuordnen. Jenseits einer Freizeitpark-Logik des Museums sind die Teilnehmenden eingeladen, die vielen Widersprüche, die Fujiwara in A Whole New World ansLicht bringt, kritisch zu reflektieren.
In dieser Führung im Rahmen von Regards Croisés wird Ideenhistoriker François Cusset Fujiwaras Werk entlang von Konzepten der Poststrukturalismus, der sogenannten French Theory und den Cultural Studies untersuchen. Autoren wie Foucault, Lacan, Baudrillard undandere werden in Cussets Analyse herangezogen und ermöglichen es den Teilnehmenden, die Ausstellung durch eine andere Linse zu erleben.
Biografie:
François Cusset (1969, Paris) ist Autor und Ideenhistoriker und lebt in Paris. Er ist Professor für Ideengeschichte und Amerikanistik an der Universität Paris Nanterre und gibt Seminare an der Sciences-Po Paris, an verschiedenen Kunsthochschulen in der Schweiz und Belgien sowiean Graduiertenprogrammen in den USA. Seine Laufbahn begann er in New York City (1991–2000), wo er als Journalist, Kulturattaché und Literaturagent tätig war. Er ist Autor von zwölfvielbeachteten Sachbüchern – von politischen Streitschriften bis zur globalen Ideengeschichte–, dazu drei Romane und eine experimentelle Erzählung über den Covid-Lockdown 2020. Zu seinen ins Englische übersetzten Werken zählen: French Theory: How Foucault, Derrida, Deleuze & Co. transformed the Intellectual Life of the United States (University of Minnesota Press, 2008), The Inverted Gaze: Queering French Literature in America (Arsenal Pulp, 2011), How the World Swung to the Right: Fifty Years of Counterrevolutions (Semiotext(e)/MIT Press, 2018) und The World Unleashed: New Logics of Violence (n-1 edições, 2025). Derzeit arbeiteter an einem Buch über Machofaschismus und die Zukunft der Männlichkeit, das 2027 erscheint.