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Wann
–
Wo Mudam Auditorium
Begleitende Ausstellung Simon Fujiwara: A Whole New World
Mit

Simon Fujiwara, François Cusset 
Moderiert von Clara Froumenty 

Rahmen

Simon Fujiwara. A Whole New World 

Sprache

EN 

Zugang

10€ 
Max. 128 Personen 

Anmeldung erforderlich

mudam.com/rsvp-fujiwara-philosophy

„The medium is the message“ – so lautet Marshall McLuhans berühmtes Diktum. Was aber kann uns diese Kunstausstellung über unsere eigene Erfahrung der zeitgenössischen Welt lehren?

Hinter der farbenfrohen und spielerischen Erscheinung der Ausstellung greift Simon Fujiwara eine Reihe zeitgenössischer Fragen auf, die seine persönliche Geschichte ebenso berühren wie die Gesellschaft als Ganzes. In diesem Gespräch erörtern Prof. François Cusset und der Künstler Simon Fujiwara die philosophischen Lesarten, die A Whole New World eröffnet.

In den Museumsgalerien – den „Welten“, die für Mudams temporären Freizeitpark entstanden sind – lauern zwischen den Werken unbequeme Fragen: wie Identität auf Bildsprachen reduziert wird; wie Biomacht bestimmt, was und wen wir als betrauerbar gelten lassen und was nicht; wie Museen Emotionen fabrizieren und Authentizität in Szene setzen – allesamt Fragen, die Philosophen und Denker aus den Cultural Studies und der sogenannten French Theory entwickelt und behandelt haben. 

Cusset und Fujiwara bewegen sich in ihrem Austausch zwischen den Kunstwerken und diesen Bezügen und entwickeln dabei eine vielschichtige Analyse der Ausstellung – jeder aus seiner eigenen Perspektive. Cusset stützt sich auf Konzepte wie Biopolitik, Kommodifizierung und Konsumismus, Simulakren und Spektakel; Fujiwara hingegen führt uns durch die Denkprozesse und Ideen hinter den Werken. 


Biografie:  

François Cusset (1969, Paris) ist Autor und Ideenhistoriker und lebt in Paris. Er ist Professor für Ideengeschichte und Amerikanistik an der Universität Paris Nanterre und gibt Seminare an der Sciences-Po Paris, an verschiedenen Kunsthochschulen in der Schweiz und Belgien sowiean Graduiertenprogrammen in den USA. Seine Laufbahn begann er in New York City (1991–2000), wo er als Journalist, Kulturattaché und Literaturagent tätig war. Er ist Autor von zwölfvielbeachteten Sachbüchern – von politischen Streitschriften bis zur globalen Ideengeschichte–, dazu drei Romane und eine experimentelle Erzählung über den Covid-Lockdown 2020. Zu seinen ins Englische übersetzten Werken zählen: French Theory: How Foucault, Derrida, Deleuze & Co. transformed the Intellectual Life of the United States (University of Minnesota Press, 2008), The Inverted Gaze: Queering French Literature in America (Arsenal Pulp, 2011), How the World Swung to the Right: Fifty Years of Counterrevolutions (Semiotext(e)/MIT Press, 2018) und The World Unleashed: New Logics of Violence (n-1 edições, 2025). Derzeit arbeiteter an einem Buch über Machofaschismus und die Zukunft der Männlichkeit, das 2027 erscheint. 

Simon Fujiwara (1982, London) hatte Einzelausstellungen in Institutionen wie Kiasma, Helsinki (2024), Prada Aoyama, Tokio (2022), Fondazione Prada, Mailand (2021), Blaffer Art Museum, Dallas (2020), Lafayette Anticipations, Paris, Kunsthaus Bregenz (2018), Kunsthalle Düsseldorf (2016), The Carpenter Center, Harvard University, Cambridge (2014), Kunstverein Braunschweig (2013), Tate St. Ives (2012), The Power Plant, Toronto (2011) und der Julia Stoschek Collection, Düsseldorf (2010). Er war an zahlreichen Gruppenausstellungen und Biennalen beteiligt, unter anderem im Museum of Contemporary Art Chicago, bei M+, Hongkong (2025), im Ulsan Museum (2023), in der Kunsthalle Hamburg (2022), im Schwules Museum, Berlin (2020), im The Shed, New York, bei der 16. Istanbul Biennale, im Hamburger Bahnhof (2019), im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main (2017), im Solomon R. Guggenheim Museum, New York (2015), bei der 9. Shanghai Biennale (2012) und der 53. Biennale di Venezia (2009). Seine Arbeiten befinden sich u. a. in den Sammlungen des Museum of Modern Art, New York, des Solomon R. Guggenheim Museum, New York, der Tate, London, des Museum of Contemporary Art, Tokio, der Hamburger Kunsthalle, des CentrePompidou, Paris, und der Fondazione Prada, Mailand. Simon Fujiwara lebt und arbeitet in Berlin. 

Simon Fujiwara

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