Im Gespräch mit Hélène Yamba-Guimbi & Joyce Joumaa
17h30-18h15 | Hélène Yamba-Guimbi & Alexine Taddeï (FR)
18h15-19h00 | Joyce Joumaa & Caroline Honorien (EN)
| Wann |
– |
| Was | Vorträge |
| Wo | Mudam Auditorium |
| Begleitende Ausstellung | Video Killed the Radio Star: The 1980s and their Cultural Echoes |
| Zugang | Eintritt frei |
| Anmeldung | Ohne Reservierung |
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Mudam finden zweiGespräche mit Hélène Yamba-Guimbi und Joyce Joumaa statt, derenWerke in der Ausstellung Video Killed the Radio Star. Die 1980er Jahre und ihre kulturellen Nachklänge zu sehen sind. Hélène Yamba-Guimbiwird mit Alexine Taddeï, Co-Kuratorin der Ausstellung, ins Gesprächkommen, während Joyce Joumaa mit der Co-Kuratorin Caroline Honorien sprechen wird. Die Kuratorinnen werden die künstlerischePraxis der beiden Künstlerinnen näher beleuchten und sie dazueinladen, über ihre jeweiligen Ansätze zu reflektieren. Über die Möglichkeit hinaus, dem Publikum die Werke näherzubringen, eröffnendie Gespräche im Rahmen einer abschließenden Fragerunde einenRaum für den Dialog über die Themen der Ausstellung.
Video Killed the Radio Star: Die 1980er Jahre und ihre kulturellenNachklänge verweist auf die enge Verbindung der Mudam Sammlung zuden 1980er Jahren. Indem die Ausstellung dieses Jahrzehnt erneut in den Blick nimmt und seine Auswirkungen bis in die Gegenwartnachzeichnet, bringt sie auch jüngere künstlerische Positionenzusammen, um zu fragen, wie die Umbrüche jener Jahre unsereGegenwart weiterhin prägen. Im Mittelpunkt stehen die geopolitischenund medialen Turbulenzen der späten 1980er Jahre – vom Fall des Kommunismus bis zu den ersten Anzeichen der Globalisierung –, einMoment, in dem die Vorstellungen von Zentrum, Peripherie und Randlage zunehmend verschwammen. Joyce Joumaa und Hélène Yamba-Guimbi wenden sich beide den Krisen zu, die durch dieseBeschleunigung hervorgebracht wurden. Joumaa liest die chronischenStromausfälle im Libanon als ein weiteres Kapitel einer Krise, die bis in den Libanesischen Bürgerkrieg und noch weiter zurück bis in die koloniale Vergangenheit des Landes reicht. Yamba-Guimbis Skulpturenwiederum untersuchen die technologischen Systeme, die neue Formen von Gewalt und Isolation hervorbringen, vor dem Hintergrund der ICE-Razzien (Immigration and Customs Enforcement) gegen migrantischeGemeinschaften in Los Angeles.
Biografie
Hélène Yamba-Guimbi (geb. 1995) ist eine in Paris lebende Künstlerin. Sie studierte an der École nationale supérieure d’arts de Paris-Cergy (Frankreich) sowie im Fachbereich Critical Theory am California Institute of the Arts (Vereinigte Staaten). Einzelausstellungen ihrer Arbeitenfanden bei Tonus, Paris (2025), und in Room_3557, Los Angeles (2026), statt. Zudem waren ihre Werke in Gruppenausstellungen im Frac Lorraine (2026), in der Fondation d’entreprise Pernod Ricard (2025), beiParis Internationale (2024) und im Brooklyn Museum (2023) zu sehen. Ihre Texte wurden im Centre international de poésie Marseille und imCentre Wallonie-Bruxelles in Paris gelesen.
Joyce Joumaa (geb. 1998) ist eine libanesisch-kanadische bildendeKünstlerin und Autorin mit Wohn- und Arbeitsorten in Beirut, Montreal und Amsterdam. Sie studierte Film an der Concordia University in Montreal. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Montreal Museum of Fine Arts, im KW Institute for Contemporary Art, auf der Sharjah Architecture Triennial, der 60. Biennale von Venedig und der 35. Ljubljana Biennale of Graphic Arts gezeigt. Zu ihren jüngstenEinzelausstellungen zählen Präsentationen im Canadian Centre for Architecture, im Plein Sud Centre d’exposition und in der Eli Kerr Gallery. Sie ist Preisträgerin des Hnatyshyn Foundation Award for Emerging Artists sowie des Baloise Art Prize 2025.