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Kuratorische Führung – Krieg (EN)

Mit  Anaël Daoud, Assistenzkuratorin 

Wann
–
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Wo Galerien
Begleitende Ausstellung Kaihō: Japanese Women Artists after 1945
Zugang

Eintritt frei 

Max. Teilnehmer:innen

20 

Anmeldung erforderlich

Link bald verfügbar!

Ein düsteres, sepiafarbenes Triptychon mit zahlreichen nackten, verzweifelten menschlichen Figuren, die sich zwischen dichten roten Flammen winden und zu Boden stürzen. Die Figuren überlagern sich in allen drei Bildtafeln und erzeugen eine chaotische, bedrängende Szene mit gequälten Gesichtern und verdrehten Körpern. Schwarze und graue Schattierungen kontrastieren mit den leuchtend roten, sich kringelnden Flammen, während der pergamentartige, gealterte Hintergrund dem Kunstwerk eine düstere, höllische Atmosphäre verleiht.
Toshi and Iri Maruki, ‘The Hiroshima Panels (II) Fire’, 1950 (detail). The Maruki Gallery for the Hiroshima Panels, Saitama, Japan

Kaihō: Japanese Women Artists after 1945 ist in thematische Abschnitte gegliedert und gibt Einblick in dynamische kulturelle Austauschprozesse und die vergessenen Ränder der Moderne. Ausgehend von den persönlichen Lebenswegen der Künstlerinnen, ihrer schöpferischen Widerstandskraft und ihrem transnationalen Aktivismus versammelt die Ausstellung Werke von Atsuko Tanaka, Yayoi Kusama, Yoko Ono, Fujiko Nakaya, Tomie Ohtake, Taeko Tomiyama und Yoshiko Shimada, neben vielen anderen – von denen einige bisher nur selten, wenn überhaupt, außerhalb Japans zu sehen waren. Von Gutai bis zu Experimenten in der Videokunst erkundet Kaihō die radikalen und doch oft übersehenen Beiträge japanischer Künstlerinnen zu den globalen Kunstbewegungen der Nachkriegszeit.

Für diese besondere Führung lädt das kuratorische Team das Publikum ein, die Ausstellung nicht entlang ihres roten Fadens, sondern aus einer thematischen Perspektive zu entdecken. Der Krieg liegt vielen der gezeigten Werke zugrunde, und seinem Wiederkehren nachzuspüren offenbart ein breites Spektrum an Erfahrungen und Zeitlinien: Vertreibung in der Kindheit in Japan, Konzentrationslager in den USA, imperialistische Gewalt in Korea, indigener Widerstand in Okinawa. Gemeinsam zeichnen diese Werke nach, wie der Krieg viele der in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen geprägt hat.

Entdecken Sie die Ausstellung aus der Perspektive der Assistenzkuratorin Anaël Daoud. 

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