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Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 — 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg

After Laughter Comes Tears

Eine performative Ausstellung in vier Akten

Wo
  • Mudam-Galerien, Ebene 0
Künstler:innen

Cem A.
Monira Al Qadiri
Panteha Abareshi
Kate Cooper
Pauline Curnier Jardin
Jesse Darling
Stine Deja
Omer Fast
Anna Franceschini
Guan Xiao
Sidsel Meineche Hansen
Lukáš Hofmann
Christian Jankowski
Chris Korda
Ndayé Kouagou
Ghislaine Leung
Isaac Lythgoe
Taus Makhacheva
Diego Marcon
Jacopo Miliani
Marie Munk
Chalisée Naamani
Agnieszka Polska
PRICE
Jean-Charles de Quillacq
Mika Rottenberg
Julika Rudelius
Dorian Sari
Sin Wai Kin
Shinuk Suh
Martine Syms
Mungo Thomson
Cajsa Von Zeipel
Artur Żmijewski

Kuratorinnen

Joel Valabrega und Clémentine Proby

Assistiert von

Nathalie Lesure und Fanny Wateau

Szenografie

Matilde Cassani Studio 
(Matilde Cassani, Leonardo Gatti, Cecilia da Pozzo)
Caro: a thing of softness Kissen von Alessandro Cugola und Joseph Rigo

Lichtdesign

Mike Evers - Theatermachine
Assistent:
Benno Barends - Theatermachine

Mit Unterstützung von

The Danish Arts Foundation
Ambasciata d'Italia Lussemburgo
Fondation Cavour

Dank an

Spazio Meta
Embassy of the Czech Republic in Luxembourg

Audioguides

Englisch, Französisch und Deutsch

Credits

Diese Ausstellung enthält stroboskopische Lichteffekte welche bei Menschen mit lichtempfindlicher Epilepsie Anfälle auslösen können. Einige Werke sind aufgrund sensibler Inhalte nicht für jeden Besucher geeignet.

Performance
Dokumente
Ausstellungskatalog
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After Laughter Comes Tears ist eine experimentelle Ausstellung welche dem Thema der Performance gewidmet ist, und die zweite Ausgabe der Mudam Performance Season, eine Ausstellungsreihe welche 2021 begonnen wurde. Als „performative Ausstellung“ konzipiert, wird After Laughter Comes Tears die Arbeiten von vierunddreißig Künstlern präsentieren, die in den Disziplinen der Performance, der Installation und des Videos arbeiten. Betitelt nach dem Song der amerikanische Soulsängerin und Songwriterin Wendy Rene aus dem Jahr 1964, „After Laughter“, präsentiert sich die Ausstellung wie eine Theateraufführung in vier Akten: Prolog, 1. Akt, 2. Akt, 3. Akt, 4. Akt und Epilog. Indem das bewegte Bild und die Installation, ebenso wie die Ausstellung selbst mit ihrer Szenografie als performative Objekte verstanden werden, schlägt die Ausstellung eine begriffliche Erweiterung der Performance vor. Zudem verankert sie die Disziplin der Performance im Museum, wo sie sonst nur bei Gelegenheit und in kurzem zeitlichen Rahmen gezeigt wird.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das in dieser Spätphase des Kapitalismus in vielen Gesellschaften vorherrschende Gefühl von Stillstand und Ärger. Es wird umfangen von den Ängsten einer Generation, die sich der Klimakrise ausgesetzt sieht, dem Niedergang des von neoliberaler Politik ruinierten Wohlfahrtstaates und dem Anstieg von Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen Parteien weltweit, was von den überall on- und offline auftauchenden Fake-News unterfüttert wird. Mit einem theatralischen Ton, der zwischen Humor und Drama hin- und her pendelt, entfaltet sich in After Laughter Comes Tears eine Erzählung, die zu und von Körpern spricht, von der Politik und ihrem schwierigen Verhältnis zueinander unter den Bedingungen des Kapitalismus. Arbeiten junger Künstler im Dialog mit denjenigen etablierter Künstler werden auf die in die Krise geratene gegenseitige Anteilnahme blicken und auf tief verwurzelte Vorstellungen von Normalität und werden versuchen, stereotype Herangehensweisen an soziale und biologische Normen sichtbar zu machen und zu hinterfragen.

Ist das Lachen die beste Medizin, um die Verzweiflung zu mildern? Humor und manchmal auch der Zynismus sind eine weit verbreitete Methode im heutigen Internet, wo Memes und Gifs für einen bestimmten Humor verwendet werden, der einem allgemein verbreiteten Sinn für Sarkasmus folgt. Mit dem ironischen Ton einer desillusionierten Generation und vor dem Hintergrund einer langen Geschichte des satirischen Widerstands bietet die Ausstellung dem Spiel mit Spannungen und Brüchen eine Bühne, wo das Komische untrennbar mit dem Tragischen verbunden ist. Die populäre Tragikomödie als Theatergenre geht zurück auf die Anfänge der Performance an sich. Sie spricht den Sinn für Drama an wie für den Ausdruck von Empfindungen und ist als Achterbahn der Gefühle eine ganz physische Erfahrung. 

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Grimassen und körperliche Antworten auf Furcht, Erschöpfung, Wut, Ekel, Zuneigung und Genuss – Gefühle, die verschmelzen und die jeder von uns kennt werden auf je unterschiedliche Weise ausgedrückt, je nach individuellem oder gemeinschaftlichem Hintergrund. Wie der Humor sind sie nicht nur intuitive, persönliche Reaktionen, sondern hängen auch vom sozialen und kulturellen Kontext ab.

Dies im Sinn, zielt die Ausstellung darauf, zu untersuchen, wie wir in Körper und Geist auf das Drama reagieren, das wir derzeit durchleben. Welchen Einfluss hat der Kapitalismus darauf? Ist Achtsamkeit und Selbstfürsorge die einzige Antwort? Was wird für förderlich für die Gesundheit gehalten, wer gilt als schön? Welche Körper werden gerühmt, welche werden lieber im Unsichtbaren gehalten? Welche Körper werden gepflegt, und wer sorgt für diese Pflege? Wie sorgen die Vernachlässigten für sich selbst? Die Künstler in dieser Ausstellung haben alle eine jeweils sehr eigenwillige Herangehensweise an Begriffe wie Fürsorge oder Normativität, für sie ist der Körper an und für sich politisch und Teil des Kollektivs. Sie werden sich mit der Beziehung zwischen Körper und Geist auseinandersetzen und mit Wohlwollen und Witz die Abscheulichkeit unseres Fleisches feiern, die Erschöpfung annehmen und über die Erotik nachdenken.

Um ein konventionelles Ausstellungskonzept zu vermeiden, schafft After Laughter Comes Tears einen dynamischen Ausstellungsraum, der sich im Laufe der Zeit verändert und dem Besucher eine Vielzahl von Erfahrungen bietet. Während der Ausstellung aktivieren die Werke auch durch Performances oder durch eine aktive Beteiligung der Besucher, die dazu ermutigt werden, die passive Rolle, die von ihnen in kulturellen Einrichtungen allzu oft erwartet wird, hinter sich zu lassen. Das Publikum stellt sich so in den Mittelpunkt eines kollektiven Denkprozesses, der außerdem von dem reichhaltigen begleitenden Programm anregt.

Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 — 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 — 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024 © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 – 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 — 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition "After Laughter Comes Tears", Mudam Luxembourg 13.10.2023 — 07.01.2024  © Photo : Fabrizio Vatieri | Mudam Luxembourg
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