| Curator | Joel Valabrega |
| Artists | Pauline Boudry & Renate Lorenz |
| Technical support by | noc.turn asbl |
| Credits | Mudam Luxembourg - Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean dankt allen Stiftern und Mäzenen, und insbesondere für ihre außergewöhnliche Unterstützung der Botschaft Italiens, wie auch ihren Partnern im Rahmen des Tages der zeitgenössischen italienischen Kunst. |
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Mudam Performance Season
The Illusion of the End
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The Illusion of the End ist eine zweiwöchige Ausstellungsreihe, die der Performancekunst in der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist. Während der Ausstellung verwandelt sich das Erdgeschoss des Museums in eine Bühne für eine Reihe neuer Live-Performances von Künstler*innen aus Deutschland, Italien, Polen, Russland und der Schweiz, die international zunehmend Beachtung finden.
Das Programm vereint Arbeiten von Pauline Boudry und Renate Lorenz; Jacopo Jenna (geb. 1980 in Florenz); Nicholas Grafia (geb. 1990 in Angeles City, Philippinen) und Mikołaj Sobczak (geb. 1989 in Posen, Polen) sowie Vasya Run (geb. 2014 in Moskau). In ihren Arbeiten verschieben diese Künstler*innen die Grenzen zwischen Theater, Tanz und Performance und greifen dabei auf vielfältige Ausdrucksformen und künstlerische Sprachen zurück.
Benannt nach einem Essay des einflussreichen französischen Philosophen Jean Baudrillard, nimmt The Illusion of the Enddessen Überlegungen zu den »fatalen Strategien der Zeit« zum Ausgangspunkt – jenen Mechanismen, die unsere Vorstellungen von Geschichte und ihrem vermeintlichen Ende prägen.
Als Reaktion auf eine Gegenwart, in der keine eindeutige Auflösung in Sicht scheint, versammelt The Illusion of the EndWerke, die von den anhaltenden politischen und kulturellen Umbrüchen der vergangenen Jahre geprägt sind. Diese Entwicklungen haben unsere kollektive wie individuelle Wahrnehmung von Zeit grundlegend verändert. Das lineare Verständnis von Zeit wird dabei durch die Vorstellung einer endlosen Wiederkehr ersetzt, die sich nach emotionalen, psychologischen und existenziellen Bedürfnissen richtet. Die im Rahmen des Programms präsentierten Arbeiten stellen Fragen nach kollektiver Entfremdung und Distanz, nach unseren Zukunftsvorstellungen sowie nach der Möglichkeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen.
Performanceprogramm
Pauline Boudry & Renate Lorenz
Fortlaufende Performance mit Arantxa Martinez und Renen Itzhaki
Die Installation Moving Backwards (2019) von Pauline Boudry und Renate Lorenz ist in der East Gallery des Mudam zu sehen. Ausgehend von dem Gefühl, durch die jüngsten reaktionären Rückschläge zurückgedrängt zu werden, untersucht Moving Backwards unterschiedliche Formen des Widerstands. Die Arbeit verbindet postmoderne Choreografie und Urban Dance mit Guerilla-Strategien sowie Elementen der queeren Underground-Kultur. Die Installation vereint Video, kinetische Skulptur und Performance und wird sowohl in Form von Live-Performances als auch als filmische Choreografie präsentiert.
Jacopo Jenna
Modul 1
Modul 2
Modul 3
If, If, If, Then (Expanded Version)
If, If, If, Then (Expanded Version) (2021) ist eine choreografische Arbeit von Jacopo Jenna, aufgeführt von drei Tänzer*innen, während das Publikum kreisförmig rund um die Bühne platziert ist. Über die rein choreografische Bewegung hinaus versteht Jenna Bewegung als eine abstrakte Form der Beobachtung, in der zeitgenössischer Tanz als unmittelbare Reaktion auf seine jeweilige Umgebung begriffen wird.
Vasya Run
Solo 1
Solo 2
Stay here – you are the main act (2021)
Die im Mudam uraufgeführte Performance verbindet Text, Gesten, Klang und Kostüm zu einem vielschichtigen, symbolisch aufgeladenen Werk, das männlich dominierte Straßenkulturen sowie die Ängste junger Menschen untersucht. Über einen längeren Probenzeitraum hinweg entwickelt, durchlaufen vier junge Männer aus Moskau ohne künstlerische Vorerfahrung ein intensives Programm, das darauf abzielt, ihre Erfahrungen von Angst zu thematisieren und zugleich die Grenzen von Selbstwahrnehmung und Introspektion auszuloten.
Nicholas Grafia & Mikołaj Sobczak
Rooms
Geister und Phantome sind vermeintlich in der Lage, Zeit und Raum zu durchqueren, undurchdringliche Wände zu durchdringen und in andere Dimensionen einzutreten. Fest jenseits der Grenzen von Logik und Rationalität verankert, werden Nicholas Grafia und Mikołaj Sobczak wiederholt von verschiedenen Entitäten besessen, die miteinander verflochtene Geschichten von Ausschluss und Ungerechtigkeit erzählen. Einige der behandelten Themen sind von übergeordneter, globalgeschichtlicher und gegenwärtig politischer Natur; andere sind stärker geografisch verortet und entspringen den spezifischen Erzählungen philippinischer Mythen oder slawischer Volkstraditionen.