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| Sprache | Englisch |
| Zugang | Kostenlos |
| Anmeldung erforderlich | a.wester@mudam.com |
Aural Oral
Denis Grace Gloria
Performance-Workshop
Im Rahmen von Dodeka, 12 Werke für 12 Kantone
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Im Rahmen von Dodeka präsentiert die Künstlerin und Forscherin Grace Gloria Denis in Zusammenarbeit mit Frank Adams von SEED asbl eine neue Fassung von Aural Oral. Ausgehend von der Kohlsorte Beurré de Jalhay als Auslöser für Gespräche über Domestizierung und über das Spannungsverhältnis zwischen Vielfalt und Technologie, rückt der Workshop eine Sorte in den Mittelpunkt, die seit 1934 in der Region der Hohen Venn dokumentiert ist, im offiziellen EU-Saatgutkatalog jedoch fehlt und allein durch zivilgesellschaftliche Netzwerke der Saatgutbewahrung fortbesteht.
Im Dialog mit On Kawaras One Million Years – einem Werk, das Zeit als Akkumulation verzeichnet – lädt die Veranstaltung zu einer immersiven Begegnung mit dem Beurré de Jalhay ein: zu einer Hörsession und einer Verkostung. Während Kawara die Jahre einzeln zählt, zählt das Kohlsaatkorn in Generationen; seine Dauer bemisst sich an den Händen, durch die es gegangen ist, an den überstandenen Wintern, an den Esstischen, an denen der Kohl seinen Platz hatte. Gemeinsam treten die beiden Werke zusammen, um zu fragen, was es bedeutet, dass etwas fortbesteht – und was verloren geht, wenn dem nicht so ist.
Biografie
Grace Gloria Denis verbindet in ihrer Arbeit agrarwissenschaftliche Forschung mit interaktiver Installation und verflicht essbare Materie mit Klang, um einen geselligen und genießbaren Zugang zur kritischen Untersuchung vorzuschlagen. Die Mahlzeit setzt sie zugleich als Medium und als pädagogisches Werkzeug ein; ihre Arbeit knüpft an Modelle der partizipativen Aktionsforschung an und sucht die Zusammenarbeit mit Akteur*innen lokaler Lebensmittelsysteme, die mitagrarökologischen Methoden arbeiten. Den alltäglichen Umgang mit dem Essbaren begreift sie als politisches und poetisches Werkzeug der Weitergabe und lädt dazu ein, die sinnlichen Beziehungen zu unseren Konsumpraktiken neu zudenken. Denis erwarb ihren BFA am CalArts und ihren MFA mit Schwerpunkt kritische Pädagogik bei TRANS— an der HEAD Genève. Zu ihrer weiterführenden Ausbildung zählen das World Food Systems Center der ETH in der Schweiz sowieAgrarökologie in Las Cañadas in Mexiko. Sie hat an verschiedenen Institutionen unterrichtet und gemeinnützige Programme der Kunstvermittlung entwickelt; derzeit arbeitet sie an einem ökopädagogischen Projekt in Verbindung mit der HEAD Genève. Vor Kurzem veröffentlichte sie das Buch In, From, and With: Exploring Collaborative Survival. Zudem ist sie Mitglied des Food Art Research Network.