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Portrait of Katarina Gryvul. Photo: Michał Maliński

A Comparative Dialogue Act

Katarina Gryvul

Im Zentrum von A Comparative Dialogue Act steht ein Residenzprogramm, das von Andrea Mancini und Every Island initiiert wurde. Während der Ausstellung im Mudam sind vier Gastkünstler:innen eingeladen, sich mit der Installation auseinanderzusetzen und ihr eine individuelle wie kollektive Handschrift einzuschreiben. Sie arbeiten während der Produktionsphase vor Ort und präsentieren ihre neu entstandenen Arbeiten im Rahmen der Performances.

Die Residency setzt sich mit ihrer dritten Gästin Katarina Gryvul fort. Die Geigerin, Komponistin, Produzentin und Pädagogin versteht Klangfarbe als zentrales Element ihrer Arbeit und vereint damit einen eklektischen Ansatz, der zwischen klassischer Musik, Avantgarde sowie elektronischen und experimentellen Klangformen oszilliert. In ihren Arbeiten verbinden sich präzise ausgearbeitete Melodien mit verzerrten, atmosphärischen Geräuschschichten. Live-Elektronik und Erweiterungen für Instrument und Stimme, analoge – teils eigens entwickelte – Synthesizer sowie räumliche Klangtechnologien vertiefen dabei die Dimension von Präsenz und Raumwirkung.


Biografie

Die in der Ukraine geborene und in Krakau lebende Katarina Gryvul studierte Violine und Komposition an den Musikakademien in Lwiw und Krakau. Derzeit absolviert sie einen Masterstudiengang in Computer Music and Sound Art an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Neben ihrer künstlerischen Praxis ist Gryvul Gründerin der Gryvul School, einer Initiative zur Weitergabe ihres Wissens an Musikerinnen weltweit. Die Schule unterstützt Studierende und professionelle Künstlerinnen gleichermaßen und fördert die Erkundung neuer musikalischer Möglichkeitsräume. Gryvul ist Mitglied des ersten Musikkatalogs ukrainischer Musik sowie Teilnehmerin von Gaude Polonia, einem Stipendienprogramm des polnischen Kulturministeriums. Zudem nahm sie an der 37. Generalversammlung der International Confederation of Electroacoustic Music teil. Sie wurde mit dem Stipendium des Präsidenten der Ukraine für junge Künstlerinnen und Schriftstellerinnen ausgezeichnet, erhielt den Grand Prix für Musik und Sound Design „Power of Young“ und wurde als Künstlerin der SHAPE+ Plattform 2022/2023 ausgewählt. Ihre Werke wurden auf Festivals und Institutionen wie Warsaw Autumn, Ars Electronica, Rewire, CTM, ZKM Karlsruhe, Nuits Sonores, Skaņu Mežs sowie dem Sanatorium of Sound präsentiert.