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Mudam’s Picknick Saison 2026

Eine Reihe inklusiver Workshops
08.09, 09.09, 10.09.2026
15:00 – 17:00 

Mit: 

Rahmen:

Sprache:

Zugang:
 

Anmeldung erforderlich:

Grace Gloria Denis

Dodeka, 12 Werke für 12 Kantone   

LU/FR/DE/EN 

Keine Vorkenntnisse und kein Material erforderlich 
Kostenlose Teilnahme  

visites@mudam.com

Das Mudam Luxembourg lädt zur neuen Picknick Saison ein! 

Die Picknick Saison ist ein gemeinsames Programm von Gastkünstler*innen und lokalen gemeinnützigen Vereinen und möchte über eine Reihe eigens konzipierter Workshops gesellschaftliches Engagement und kulturellen Austausch fördern. Die Workshops werden mit jedem Verein eigenständig entwickelt und laden dazu ein, Ideen zu erkunden und zu einem gemeinsamen Ziel beizutragen, das in einem greifbaren Ergebnis mündet. Auf diesem Weg verbinden sich Organisationen, die einander nie begegnet sind oder nie unmittelbar zusammengearbeitet haben, über eine gemeinsame Schöpfung, in der sich der Reichtum und die Vielfalt ihrer Beiträge verkörpern. 

Im Rahmen dieser Ausgabe der Picknick Saison zeigt die Künstlerin und Forscherin Grace Gloria Denis eine Erweiterung ihres Projekts, das sie in Zusammenarbeit mit Frank Adams von SEED für das Programm Dodeka am Mudam entwickelt hat. Ausgangspunkt ist der Kohl Beurré de Jalhay: Das Projekt geht Fragen der Domestizierung nach sowie den Spannungen zwischen biologischer Vielfalt und technologischen Systemen der Saatgutregulierung. 

Die Kohlsorte fehlt im offiziellen Saatgutkatalog der Europäischen Union und überlebt heute nur noch über bürgerschaftlich getragene Netzwerke zur Saatgutbewahrung. Seit 1934 ist der Beurré de Jalhayim Hohen Venn dokumentiert; hier wird er zum Auslöser für eine Listening Session und die gemeinsame Erarbeitung eines Kochbuchs rund um den Kohl. Bei den drei Begegnungen lädt das Projekt dazu ein, darüber nachzudenken, was es für eine Pflanze bedeutet, jenseits jener Strukturen fortzubestehen, die sie schützen und regulieren sollen. 

Session 1 mit Le Rencontre (Ligue Santé Mentale)

08.09.2026, 15:00-17:00 
Anmeldung erforderlich: visites@mudam.com

Le Rencontre ist ein gemeinwesenorientierter Dienst für soziale Inklusion, der Menschen dabei hilft, über kulturelle Aktivitäten sowie Freizeit- und Erholungsangebote wieder Anschluss zu finden. Er bietet einen einladenden und zugänglichen Raum, in dem die Teilnehmer*innen soziale Kontakte knüpfen, Erfahrungen teilen und an Aktivitäten mitwirken können, die sie selbst mitgestalten. Mit einem Ansatz der offenen Tür und möglichst niedrigen Barrieren fördert Le Rencontre Mitwirkungsmöglichkeiten, Genesung, Inklusion und aktive gesellschaftliche Teilhabe. Zu seinen wichtigsten Zielen gehört es, soziale Isolation abzubauen, Menschen mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen, soziale Kompetenzen zu stärken und die Lebensqualität insgesamt durch sinnstiftende soziale Teilhabe zu verbessern. 

Session 2 mit Douri asbl & Swaida Luxembourg

09.09.2026, 15:00-17:00 
Anmeldung erforderlich: visites@mudam.com

Douris Anliegen ist es, in unseren Gemeinschaften konkrete Wirkung zu erzielen. Über physische wie digitale Plattformen, die künstlerische und soziokulturelle Projekte beherbergen, möchten wir die Integration verschiedener Gruppen und Einzelpersonen erleichtern. Der Name „Douri“ stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Spatz“ – ein widerstandsfähiger Vogel, der überall auf der Welt gedeiht. Wie der Spatz stehen wir für Anpassungsfähigkeit und Integration, setzen uns für die Meinungsfreiheit ein und treten Diskriminierung, Ungleichheit und Gewalt entschieden entgegen. 

Session 3 with SINGA Luxembourg

10.09.2026, 15:00-17:00 
Anmeldung erforderlich: visites@mudam.com

SINGA bedeutet „verbinden“ auf Lingala, einer Sprache, die in der Demokratischen Republik Kongo gesprochen wird. Wie der Name schon andeutet, hilft SINGA dabei, Menschen, die neu in Luxemburg sind, und die ortsansässige Bevölkerung miteinander in Verbindung zu bringen – über verschiedene Programme und Veranstaltungen, die jene Anpassungs- und Inklusionsprozesse erleichtern sollen, die mit dem Ankommen an einem neuen Ort einhergehen. SINGA ist in sieben Ländern und 17 Städten vertreten und setzt sich dafür ein, die Integration von Asylsuchenden und Personen mit internationalem Schutzstatus in die Gesellschaft ihres Ankunftslandes zu erleichtern und zu beschleunigen. Bei SINGA sind wir davon überzeugt, dass Inklusion und Kooperation zu Innovation und Zusammenhalt führen. 

A table made from hay bales stands in a meadow, topped with fruit, cakes and drinks.
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Biografie


Grace Gloria Denis verbindet in ihrer Arbeit agrarwissenschaftliche Forschung mit interaktiver Installation und verflicht essbare Materie mit Klang, um einen geselligen und genießbaren Zugang zur kritischen Untersuchung vorzuschlagen. Die Mahlzeit setzt sie zugleich als Medium und als pädagogisches Werkzeug ein; ihre Arbeit knüpft an Modelle der partizipativen Aktionsforschung an und sucht die Zusammenarbeit mit Akteur*innen lokaler Lebensmittelsysteme, die mit agrarökologischen Methoden arbeiten. Den alltäglichen Umgang mit dem Essbaren begreift sie als politisches und poetisches Werkzeug der Weitergabe und lädt dazu ein, die sinnlichen Beziehungen zu unseren Konsumpraktiken neu zu denken. Denis erwarb ihren BFA am CalArts und ihren MFA mit Schwerpunkt kritische Pädagogik bei TRANS— an der HEAD Genève. Zu ihrer weiterführenden Ausbildung zählen das World Food Systems Center der ETH in der Schweiz sowie Agrarökologie in Las Cañadas in Mexiko. Sie hat an verschiedenen Institutionen unterrichtet und gemeinnützige Programme der Kunstvermittlung entwickelt; derzeit arbeitet sie an einem ökopädagogischen Projekt in Verbindung mit der HEAD Genève. Vor Kurzem veröffentlichte sie das Buch In, From, and With: Exploring Collaborative Survival. Zudem ist sie Mitglied des Food Art Research Network.