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Valérie Belin

Valérie Belins (1964) Serie von Schaufenstern haben zum Thema das Paradox der Anwesenheit-Abwesenheit. Starr, leer und sinnlos stellen ihre obsoleten Auslagen die Konzepte von Display, Selbstdarstellung und Illusion infrage. Durch das Auge der Fotografin zu Plastiken erhoben, verwandeln sie sich in Ikonen der Gesellschaft.

Valérie Belins (*1964, Boulogne-Billancourt, Frankreich) Reihe Vitrines Luxembourg ist eine 2003 für das Mudam realisierte Auftragsarbeit, deren Schwarzweiß Bilder in einer für ihre Arbeit typischen Manier von großer Präzision in den Details sind. Vitrines Luxembourg, bei denen sich eine gewisse Verwandtschaft zu den Pariser Schaufensterbildern von Eugène Atget (1857-1927) bemerken lässt, erlauben in einem subtilen Spiel mit den Spiegelungen im Fenster mancherorts die Umgebung erkennen. Die menschenleeren Fotos besitzen nur wenig erzählerisches Potential, ihnen eignet vielmehr die Spannung zwischen dieser Leere und der jeweils imaginierten Geschäftigkeit. Sie wirken wie aus der Zeit gefallene, dokumentarische Stillleben, bei denen die Diskrepanz zwischen der zeitlosen Atmosphäre und dem Datum ihrer Aufnahme auffällt. So sind sie weniger Dokumente eines entfesselten Konsumverhaltens als verstörende Zeugnisse für die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen.

Kunstwerke

  1. Valérie Belin Vitrines Luxembourg, 2003

    Série de 7 photographies noir et blanc
    150 x 125 cm et 125 x 150 cm
    Commande et Collection Mudam Luxembourg
    Acquisition 2004
    © Valérie Belin

Marina Abramović, "Video Portrait Gallery", 1975-1998 | Collection Mudam Luxembourg | Acquisition 2001
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