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Tatiana Trouvé

Tatiana Trouvé (1968) verarbeitete die anfänglichen Schwierigkeiten ihrer künstlerischen Laufbahn und den Mangel eines eigenen Ateliers ab 1997 mit einer Reihe von Installationen, die sie unter dem Titel Bureau d’Activités Implicites (BAI) zusammenfasste. Diese sich fortentwickelnden und allmählich auf geradezu organische Weise wuchernden Zusammenstellungen unterschiedlichster Objekte spielten sowohl auf konkrete Tätigkeiten (wie Archivieren, Reproduzieren, Schreiben etc.) wie auch auf mentale Leistungen (Konzentration, Erinnerung) an.

Eine zweite Werkgruppe, die Polders, leitete sich in kleinerem Maßstab aus den Arbeiten des BAI ab und erweiterte dessen biographischen Fiktionen um eine allegorische bzw. traum- oder erinnerungshafte Dimension. Trouvé, die hier spielerisch die Gattungen Skulptur, Modell und Installation verbindet, schafft Orte, klein, wie ferne Erinnerungen, die ähnlich der titelgebenden Polder erst durch (mentale) Umgrenzung Gestalt annehmen. Meist Räume für potentielle Aktivitäten, beinhalten die Polder Erzählungen ohne deutlichen Inhalt, von deren gleichzeitig vertrauten wie beunruhigenden Elementen eine eigentümliche Spannung ausgeht.

Kunstwerke

  1. Tatiana Trouvé Polder, 2002

    Technique mixte
    60 x 230 x 230 cm
    Collection M.J.S., Paris
    Dépôt 2006 - Mudam Luxembourg
    © Photo : Rémi Villaggi

Marina Abramović, "Video Portrait Gallery", 1975-1998 | Collection Mudam Luxembourg | Acquisition 2001
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