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Shirin Neshat

Shirin Neshat (*1957, Qazvin, Iran) verließ ihre Heimat 1974, um in den Vereinigten Staaten Kunst zu studieren. Von der Islamischen Revolution überrascht, konnte sie erst 1990, nach dem Tod Ajatollah Khomeinis, zurück kehren. Beeindruckt von den tiefgreifenden Veränderungen, insbesondere von jenen im Leben der Frauen, beschloß sie, die Unterschiede zwischen der westlichen und der islamistischen Kultur zum Thema ihrer Arbeit zu machen. In Women of Allah, einer ihrer ersten Arbeiten, interessiert sich Neshat für die komplexe Identität engagierter extrem religiöser Frauen und hinterfragt auch die Idee des Martyriums. Die Vielfalt und die Ambivalenz des Blickes, sei er nun westlich oder islamisch, männlich oder weiblich, auf die Wirklichkeit und die Symbolik von Schleier und Waffen spielen eine zentrale Rolle in ihrer Kunst, wie auch Fragen nach der Gewalt und der Poesie, der „symbolischen Stimme der Frauen”, wie sie selbst sagt. Um Klischees zu vermeiden, gibt sie den Arbeiten dieser Reihe, in der sie die Bilder mit persischen Schriftzügen verbindet, eine politische und soziale Dimension und betont eigens „die Widersprüche dieser starken und stolzen Frauen, die an der Revolution teilnehmen und mit dem Gewehr auf dem Rücken in den Krieg ziehen und doch noch immer unter dem Gesetz des Harems stehen.”

Kunstwerke

  1. Shirin Neshat Guardians of Revolution, 1994

    De la série Women of Allah
    Photographie noir et blanc 127 x 102 cm
    Collection Mudam Luxembourg
    Apport Focuna, Acquisition 1998
    © Photo : Christof Weber

  1. Shirin Neshat Whispers, 1997

    De la série Women of Allah
    Photographie noir et blanc 127 x 188 cm
    Collection Mudam Luxembourg
    Apport Focuna, Acquisition 1998
    © Photo : Christof Weber

Marina Abramović, "Video Portrait Gallery", 1975-1998 | Collection Mudam Luxembourg | Acquisition 2001
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