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Marine Hugonnier

Marine Hugonnier (1969) spielt in ihren Arbeiten mit Begriffen wie „Augenblick” und „Zwischenspiel”, um auf intuitive Weise die Komplexität der Wirklichkeit und ihr emotionales Potential zu erfassen. Im Gespräch mit Florence Durieux über Impact verweist Marine Hugonnier auf den Augenblick T als einen, „in dem die Wirklichkeit immer eine emotionale Belastung ist.” Der Hyperrealismus, sagt sie, ist „immer von einer seltsamen Zweideutigkeit, denn die Wirklichkeit erscheint plötzlich ebenso vertraut wie fremdartig. Diese Art Diskrepanz rührt aus der Vermischung der Gattungen Dokumentar- und Spielfilm.”

Die Künstlerin drehte den Film bei einer Kampagne zur Unfallverhütung in einem Ort in Frankreich. Dabei filmte sie die Reaktionen der bei einem fingierten Unfall Anwesenden, ohne dass diese wussten, dass es sich um eine Simulation handelte. Dadurch mischt sich in dem Werk das Echte und das Falsche, es hat Anteil am Wirklichen wie auch am Künstlichen. Der Filmschnitt macht eine Rekonstruktion des Geschehens im Geiste notwendig. Die schwarzen Einblendungen zwischen den einzelnen Einstellungen sind Pausen, die Verbindungen ermöglichen, sie stellen einen subjektiven Raum dar, einen Zugang zum „Augenblick T”.

Kunstwerke

  1. Marine Hugonnier Impact.21.05.99, 11 : 02, 1999

    Installation vidéo couleur, son
    Couleur et son
    1 min 44 s
    Collection Mudam Luxembourg
    Acquisition 2000
    © Photogramme : Marine Hugonnier

Marina Abramović, "Video Portrait Gallery", 1975-1998 | Collection Mudam Luxembourg | Acquisition 2001
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