Joëlle Tuerlinckx
Joëlle Tuerlinckx (1958, Brüssel)’ Ansatz nähert sich dem Thema Raum mit leichten, instabilen und auf einfache Weise neu zu arrangierenden Materialien. Ihre Skulpturen sind untrennbar mit dem Ausstellungsort verbunden und werfen Fragen nach der Bedeutung des Kontextes auf. Die erste Präsentation der Arbeit TOUT CE QUI N’EST / ALLES WAT NIET IS / ALL THAT IS NOT + 9 Objets ‘1M3’ (2012) bei der Gaby und Wilhelm Schürmann beschlossen, sie zu kaufen, fand in einem kleinen Raum statt, dessen Dimensionen hier in etwas verkleinertem Maßstab auf dem Boden dargestellt wird. Die Arbeit besteht aus neun geometrischen Formen, die nach dem persönlichen Lexikon der Künstlerin als „Objekte“ oder „Luftvolumen“ definiert sind. Diese Volumen erhalten allein durch ihre metallenen Drahtskelette eine materielle Form. Tuerlinckx betrachtet sie als Kästen, deren feine Rahmen fast unsichtbar sind – nur das Licht wirft ihre Schatten auf den Boden. Ihre nicht greifbaren Inhalte gewinnen eine besondere Dichte und lenken die Aufmerksamkeit auf den sie umgebenden Raum. Luft und Licht werden zum eigenständigen Material.Tatsächlich ist in Tuerlinckx’ Praxis alles Material – von atmosphärischen Elementen bis hin zu den verschiedenen Objekten, die sie in ihrem Atelier gesammelt hat. Das Atelier wird nicht nur zu einem Ort der Schöpfung, sondern auch zu einem Ort der Bestandsaufnahme. Poche d'atelier (période bleue, avec table et 3 cubes (2008)) (2011) fängt einen Augenblick im Lebens- fluss ein. Wie ein Diorama präsentiert eine große Wandvitrine ein Fragment davon. Die lebensgroße Komposition gibt die Objekte in ihrer Anordnung auf dem Tisch detailgetreu wieder. Die grau gestrichene Wand, die die Vitrine umgibt, öffnet einen weiteren Raum in der Galerie. Durch die Verschmelzung mehrerer Aus- stellungsräume stellen die beiden Arbeiten Verbindungen zwischen verschiedenen Zeitlichkeiten her: Die Vergangenheit und der Moment der Entstehung werden mit der Gegenwart und dem Moment der Ausstellung verbunden.
Kunstwerke
![Joëlle Tuerlinckx, ‘STUDIO POCKET (blue period Fukushima 2011) with table (studio moment)’, 2011. Technique mixte. 180 x 148 x 190 cm. Collection Mudam Luxembourg. Donation 2023 – Gaby et Wilhelm Schürmann avec le soutien des membres du Cercle des collectionneurs du Mudam Luxembourg. Vue de l’exposition ‘Radio Luxembourg: Echoes across borders’, Mudam Luxembourg. Photo : Mareike Tocha © Mudam Luxembourg]()
Joëlle Tuerlinckx STUDIO POCKET (blue period Fukushima 2011) with table (studio moment), 2011 Technique mixte
180 x 148 x 190 cm
Collection Mudam Luxembourg
Donation 2023 – Gaby et Wilhelm Schürmann avec le soutien des membres du Cercle des collectionneurs du Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition Radio Luxembourg: Echoes across borders, 04.04.2025 — 11.01.2026, Mudam Luxembourg
Photo : Mareike Tocha © Mudam Luxembourg
![Joëlle Tuerlinckx, ‘STUDIO POCKET (blue period Fukushima 2011) with table (studio moment)’, 2011. Technique mixte. 180 x 148 x 190 cm. Collection Mudam Luxembourg. Donation 2023 – Gaby et Wilhelm Schürmann avec le soutien des membres du Cercle des collectionneurs du Mudam Luxembourg. Vue de l’exposition ‘Radio Luxembourg: Echoes across borders’, Mudam Luxembourg. Photo : Mareike Tocha © Mudam Luxembourg]()
Joëlle Tuerlinckx TOUT CE QUI N’EST (ALLES WAT NIET IS) (ALL THAT IS NOT) - 9 objets ‘1M3’, 2012 Fer galvanisé, stylo feutre sur papier, ensemble de 9 objets ‘1M3’ ou Volumes d’air 1m3, +-1996-2012
67 x 320 x 200 cm
Collection Mudam Luxembourg
Donation 2023 – Gaby et Wilhelm Schürmann avec le soutien des membres du Cercle des collectionneurs du Mudam Luxembourg
Vue de l’exposition Radio Luxembourg: Echoes across borders, 04.04.2025 — 11.01.2026, Mudam Luxembourg
Photo : Mareike Tocha © Mudam Luxembourg


