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Joël Tettamanti

Der Schweizer Fotograf Joël Tettamanti, der seine Kindheit in Afrika verbracht hatte, ist heute ein unermüdlich Reisender, der auch die verborgensten Orte dieser Welt aufsucht. Dabei lässt er sich ganz absichtlich vom Zufall und von unvorhersehbaren Begegnungen leiten und verzichtet bewusst auf Reiseführer, um sich nicht durch überflüssige Information den Blick zu verstellen. Seine stets als Serien aufgenommenen Fotos sind Reportagen von Orten und Stimmungen, präzise komponiert in geradezu altmeisterlicher Manier mit einer Großformatkamera, mit Stativ und mit langen Belichtungszeiten. Obwohl in Tettamantis Fotos Personen nur eine untergeordnete Rolle spielen, äußert sich das große Interesse des Künstlers an den Menschen in seinem genauen Blick auf ihre Lebenswelten. Seine im Hinblick auf die Eröffnung des Mudam im Jahre 2005 gestaltetet Reihe Lux, von der sich ein Drittel im Besitz des Museums befindet, wirft einen scheinbar objektiven Blick auf verschiedene Orte im Großherzogtum, die mehr von der Vergangenheit künden als von einer Gegenwart. Einzig in der Auswahl seiner Motive lässt sich ein möglicherweise kritischer und nostalgischer Unterton wahrnehmen, der lakonisch von der industriellen Vergangenheit berichtet, der aber auch die von der Deindustrialisierung verwüsteten Landschaften zeigt sowie die automobilgerecht domestizierten Natur- und Stadträume. „Kein Ort ist mir zuwider. Nicht einmal, wenn ich ein Kernkraftwerk fotografiere. Ich finde an solchen Orten stets etwas, das interessant ist, vielleicht unwirklich.” (Joël Tettamanti)

Kunstwerke

  1. Joël Tettamanti Lux, 2005

    Ensemble de 20 photographies C-print
    100 x 124 cm chacune
    Commande et Collection Mudam Luxembourg
    Acquisition 2007
    © Photo : Joël Tettamanti

Marina Abramović, "Video Portrait Gallery", 1975-1998 | Collection Mudam Luxembourg | Acquisition 2001
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