Jessica Diamond
1989 malte Jessica Diamond (1957, New York) die Worte „I HATE BUSINESS“ auf eine Backstein- mauer in New York. Ihre Botschaft ist direkt und ihre Kritik scharf. Unmiss- verständlich prangerte sie den Kapitalismus und die Zwänge an, denen sich Künstler·innen angesichts des in den 1980er Jahren explodierenden Kunstmarktes in New York ausgesetzt sahen. Diamond, die zu dieser Zeit in der New Yorker Szene auftaucht, entzieht sich diesen Zumutungen, indem sie eine Praxis der ortsspezifischen Wandmalerei entwickelt, die vom urbanen Graffiti und seinem subversiven Geist inspiriert ist. Sie platziert die Spontaneität und Radikalität der Parolen in der Sprache, die sie im kontrollierten Raum der Galerie verstreut. In einem Museum oder einer kommerziellen Galerie präsentiert, stellt I Hate Business offen die merkantilen Mechanismen der Kunstwelt in Frage. Worte, das bevor- zugte Material der Künstlerin, erscheinen direkt auf den Wänden. Sie sind malerisch und strukturiert auf einen sorgfältig bearbeiteten, gemalten Hintergrund aufgetragen. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen der akribischen Ausführung, die kräftige Pinselstriche imitiert, und der Vergrößerung der Buchstaben, die auf die architektonische Gestaltung des Raumes reagiert.
Kunstwerke
![Jessica Diamond, ‘I Hate Business’, 1989. Acrylique et peinture au latex sur mur. Dimensions variables. Collection Mudam Luxembourg. Donation 2023 – Gaby et Wilhelm Schürmann. Vue d’installation, atelier de Jessica Diamond, Clocktower/P.S. 1, New York, 1989 © Jessica Diamond. Photo : American Fine Arts Co.]()
Jessica Diamond I Hate Business, 1989 Acrylique et peinture au latex sur mur
Dimensions variables
Collection Mudam Luxembourg
Donation 2023 – Gaby et Wilhelm Schürmann
Vue d’installation, atelier de Jessica Diamond, Clocktower/P.S. 1, New York, 1989
© Jessica Diamond. Photo : American Fine Arts Co.

