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Eija-Liisa Ahtila

Wie häufig im Werk der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila (1959) handelt auch Talo – The House (2002) von psychischen Grenzerfahrungen. Die Videoprojektion auf drei Bildschirmen zeigt eine junge Frau in ihrem Haus, für die Künstlerin eine „Art von Metapher für den menschlichen Geist”, und die Verschiebung der Realitätsgrenzen ihrer Wahrnehmung in einen zunehmend psychotischen Zustand. Ohne sichtbare Emotionen berichtet sie von der Durchdringung von Raum und Zeit, von Innen und Außen und verschließt sich zuletzt im Dunkel durch das Abhängen der Fenster des Hauses mit schwarzem Stoff. Ahtila griff für Talo – The House auf Gespräche mit Frauen zurück, die selbst psychotische Erfahrungen gemacht hatten. Ihrem Video gelingt ein schwebendes Gleichgewicht zwischen Nüchternheit, Bedrohung und Poesie.

Kunstwerke

  1. Eija-Liisa Ahtila Talo - The House, 2002

    Triple projection vidéo
    14 min
    Collection M.J.S., Paris
    Dépôt 2006 - Collection Mudam Luxembourg
    © Photos : Rémi Villaggi

Marina Abramović, "Video Portrait Gallery", 1975-1998 | Collection Mudam Luxembourg | Acquisition 2001
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