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Leonor Antunes

vides, intervalles et jonctions

Mudam Luxembourg freut sich, eine Ausstellung mit jüngeren Arbeiten der international bekannten Bildhauerin Leonor Antunes (*1972, Lissabon) zu zeigen. Diese Ausstellung wird im Henry J. and Erna D. Leir Pavillon des Museums gezeigt, für den die Künstlerin eigens eine neue Installation anfertigen wird, die sich auf die räumlichen Qualitäten und auf die Proportionen dieser ikonischen Architektur von Ieoh Ming Pei bezieht. Daneben wird Antunes Skulpturen der letzten Zeit zeigen sowie ein neu angefertigtes Bodenstück, inspiriert von der Arbeit und den Ideen der italienischen Architekten Franca Helg und Franco Albini sowie von der brasilianischen Künstlerin Lygia Clark. Die Ausstellung wird organisiert als Dialog mit einer parallel verlaufenden Ausstellung von Antunes mit dem Titel vazios, intervalos e juntas, die für das Museu d’Arte de São Paulo (MASP) entwickelt wird.

Leonor Antunes’ Skulpturen werden oft im Hinblick auf eine vorgegebene räumliche Situation entworfen, deren architektonische und historische Details ebenso berücksichtigt werden wie die sinnlichen Erfahrungen, die der Ort hervorruft. Sie basieren oft auf Nachforschungen über weniger bekannte Figuren der modernen Architektur und des modernen Designs, wie Lina Bo Bardi, Eileen Gray, Egle Trincanato und Carlo Scarpa, die Designer Anni Albers und Clara Porset, sowie die Künstlerinnen Lygia Clark and Mary Martin. Antunes realisiert ihre Formen und Motive in Materialien und Texturen wie Seil, Holz, Kork, Leder und Messing und setzt diese um in einer von handgemachter und kunsthandwerklicher Qualität geprägten künstlerischen Formensprache. Antunes, die in unterschiedlichen Größen und mit den Techniken des Knüpfens, Nähens, Webens und der Perlenstickerei arbeitet, schafft so räumliche Environments aus drapierten Netzen, hängenden, freistehenden oder die Wände hinaufkletternden Formen, die eine visuelle und skulpturale Choreografie bilden, deren erzählerische Qualität mit Raum und Zeit verwoben zu sein scheint.

Leonor Antunes. vides, intervalles et jonctions ist Teil eines neuen Programms, bei dem Künstler und Künstlerinnen eingeladen sind, Arbeiten speziell für den Henry J. and Erna D. Leir Pavillon des Mudam zu schaffen.

Biografie
Leonor Antunes (*1972, Lissabon) hatte Einzelausstellungen im Museo Tamayo, Mexico (2018), in der Whitechapel Gallery, London (2017), der Tensta Konsthall, Stockholm (2017), dem San Francisco Museum of Modern Art (2016), im CAPC Musée d’Art Contemporain, Bordeaux (2016), dem New Museum, New York (2015) und der Kunsthalle Basel (2013). Im Jahr 2019 vertrat sie Portugal auf der 58. Biennale von Venedig. Ihre Arbeit wurde auf bedeutenden internationalen Überblicksausstellungen gezeigt, wie der 12. Gwangju Biennale (2018), der 57. Biennale von Venedig (2017) und der 8. Berlin Biennale (2014). Sie ist Preisträgerin des Zurich Art Prize 2019. Ihre Werke sind Teil bedeutender öffentlicher Sammlungen, wie des Solomon R. Guggenheim Museums, New York, des Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris oder der Serralves Foundation, Porto. Antunes lebt und arbeitet in Berlin.

Credits

Kuratorin:
  • Suzanne Cotter

    Assistiert von Nelly Taravel