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Suki Seokyeong Kang, "Grandmother Tower – tow #18-01, 2018. Collection Mudam Luxembourg", Donation 2018 – Baloise Group
Suki Seokyeong Kang

2018 Baloise Kunst-Preis. Mudam Sammlung

Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean lädt die Preisträgerin des Baloise Kunst-Preises 2018 (mit dem das Mudam seit 2015 verbunden ist), Suki Seokyeong Kang (geb. 1977 in Seoul) ein, im Skulpturengarten auszustellen. Ihre eigens für diesen Ort konzipierte Präsentation wird im Wesentlichen aus zwei Werken bestehen, die als Schenkungen die Sammlung des Museums bereichern werden.

Suki Seokyeong Kang, "Rove and Round - face, mat, belly #18-01", 2016–2018. Collection Mudam Luxembourg | Donation 2018 – Baloise Group
© Photo : Kyoungtae Kim

Die Kunst von Suki Seokyeong Kang bringt Malerei, Skulptur, Installation, Video und Choreografie eng zusammen. In einer spielerischen Verknüpfung dieser Kunstformen entstehen veränderbare Installationen im Raum, in denen der Körper durch seine Positionierung und durch seine Bewegung eine zentrale Rolle einnimmt. Zwar sind Kangs Werke in formaler und konzeptueller Hinsicht eigenständig, doch werden sie von der Künstlerin sorgfältig so im Raum platziert, dass sie in der entstehenden ausgeglichenen Harmonie durch die gezielte Aktivierung einer Person in Bewegung versetzt werden können. Suki Seokyeong Kang übernimmt in ihr kreatives Arbeiten auch traditionell koreanische handwerkliche Fertigkeiten, wie das Weben der so genannten Hwamunseok-Tanzteppiche, oder auch das Jeongganbo, eine auf Rastern aufbauende, alte koreanische Notenschrift. Auf Basis einer grafischen Formensprache – Linien, Oberflächen, Farben, Texturen – verbindet sie so die unterschiedlichen Dimensionen des sinnlich Wahrnehmbaren, des Sichtbaren, der Musik und des Tanzes.

Bei dieser eigens für den Skulpturengarten konzipierte Ausstellung stehen zwei Arbeiten im Mittelpunkt, Grandmother Tower – tow #18-01 und Rove and Round – face, mate, belly, #18-01, die um weitere Arbeiten ergänzt werden. Die erstgenannte ist ein abstraktes Bildnis ihrer Großmutter, deren gebückte Haltung und zögerliches Schreiten sie andeutet. Sie steht damit stellvertretend für die Art und Weise, in der die Künstlerin sich auf ihre persönliche Geschichte bezieht, in der die Gestalt der Großmutter auch für die tiefgreifenden sozialen und kulturellen Änderungen steht, denen die südkoreanische Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt war.

Suki Seokyeong Kang ist Preisträgerin des Baloise Kunst-Preises 2018. Dieser vor 20 Jahren gegründete Preis zeichnet Nachwuchskünstler aus der Abteilung Statements auf der Kunstmesse Art Basel aus. Kang ist die vierte Künstlerin, deren Werke so als Schenkung der Baloise Group die Mudam Sammlung bereichern – eine Partnerschaft, die bereits seit 2015 besteht.

Biografie
Suki Seokyong Kang (geb. 1977, Seoul) studierte orientalische Malerei an der Ewha Womans University in Seoul, sowie Malerei am Royal College of Art in London. Sie ist derzeit Professorin für Koreanische Malerei an der Ewha Womans University. Kang hatte Einzelausstellungen am ICA Philadelphia (2018), im Audio Visual Pavilion, Seoul, (2015) und im Old House, Seoul (2013). Ihre Arbeit wurde in Gruppenausstellungen gezeigt u.a. im MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles (2018), im National Museum of Modern and Contemporary Art, Gwacheon (2016) und in der Villa Vassilieff, Paris (2016). Daneben wurde ihre Arbeit auch präsentiert auf der 58. Biennale von Venedig (2019) und der Gwangju Biennale 2016. Kangs Werke befinden sich in mehreren Sammlungen, wie derjenigen des National Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul, dem Seoul Museum of Art und der National Art Bank, Seoul. Sie ist Preisträgerin des Art Basel Kunst-Preises 2018, des 13. Songeun Art Award 2013 sowie des Preises Bloomberg New Contemporaries 2012. Sie lebt und arbeitet in Seoul.

Der Baloise Kunst-Preis wird in jedem Jahr an zwei Künstler der Abteilung Statements auf der Kunstmesse Art Basel vergeben. Dieser vor 20 Jahren gegründete Preis zeichnet Nachwuchskünstler aus und finanziert die Schenkung eines oder mehrerer ihrer Werke an die beiden Partnermuseen. Seit 2015 ist das Mudam eines dieser beiden, wobei Marie-Noëlle Farcy, die Sammlungskuratorin des Mudam, Mitglied der Jury ist. Werke von Beatrice Gibson, Mary Reid Kelley, Martha Atienza und Suki Seokyeong Kang sind dank dieser Zusammenarbeit in die Sammlung des Mudam gelangt.

Credits

Kurator:
  • Marie-Noëlle Farcy