Zur Navigation Zu den wichtigsten Inhalten
Akram Zaatari, "Letter to a Refusing Pilot", (Film still ), 2013. Courtesy of the artist & Sfeir-Semler Gallery Beirut/Hamburg
Me, Family entwickelt sich zu einem Online-Projekt

Group show

Anstelle der für den 30. Mai 2020 geplanten Eröffnung wird die Ausstellung Me, Family: Portrait of a Young Planet, einer der Höhepunkte des diesjährigen Ausstellungsprogramms des Mudam Luxemburg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, in ein innovatives digitales Format umgewandelt. Die von Francesco Bonami in Anlehnung an Edward Steichens historische Ausstellung The Family of Man (1955) konzipierte Sammelschau zeichnet ein facettenreiches Bild der Menschheit zu Beginn des 21. Jahrhunderts anhand der Arbeiten von 36 KünstlerInnen.

Me, Family entwickelt sich zu einem Online-Projekt

Aufgrund der veränderten Situation im Zuge der Covid-19-Pandemie haben die Gastkuratoren Francesco Bonami und Emanuela Mazzonis in enger Zusammenarbeit mit dem Kuratorenteam des Mudam beschlossen, einen neuen Weg zu beschreiten, um das Projekt einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen und gleichzeitig zu gewährleisten, dass die KünstlerInnen und ihre Werke weiterhin im Fokus des Projekts stehen. Mit der Unterstützung von Base Design Brussels wird Me, Family daher im September dieses Jahres online gehen. Die Einrichtung dieser Plattform ist ein neues Kapitel in der Ausstellungsarbeit des Mudam und zeugt vom Wunsch der Verantwortlichen, den Fernzugang zum Museum auch in Zukunft weiter auszubauen.

Hierzu erklärt Suzanne Cotter, Direktorin des Mudam: „In dieser Zeit großer Unsicherheit sind die Themen, die in den Werken der KünstlerInnen in Me, Family zur Aussprache kommen, so relevant wie noch nie. Aus diesem Grund sind wir bestrebt, zusammen wir den Kuratoren Francesco Bonami und Emanuela Mazzonis eine zeitgemäße Plattform zur Verfügung zu stellen, die ihren Ideen treu bleibt und zeitlich sowie räumlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist.“

65 Jahre nach ihrer Eröffnung im Museum of Modern Art in New York bildet The Family of Man den Ausgangspunkt für eine vielseitige Ausstellung mit neuen Skulpturen, Installationen, Videos, Fotografien und Performances von zeitgenössischen KünstlerInnen. Die von Edward Steichen (*1879 in Bivange, Luxemburg; †1973 in West Redding, Connecticut) kuratierte Fotoausstellung tourte von 1955 bis 1962 durch über 150 Museen weltweit und ist seit 1994 dauerhaft im Schloss Clervaux in Luxemburg zu sehen. Ganz im Sinne von Steichens radikalem Konzept präsentiert Me, Family Arbeiten von zeitgenössischen KünstlerInnen, die medien- und genreübergreifend untersuchen, wie die Menschheit mit ihren vielfältigen, koexistenten Geschichten umgeht und mit welchen Problemen sie heute konfrontiert ist. Die Ausstellung zeigt eine Realität, die zugleich schön, dramatisch und berauschend ist und bietet eine Reise durch vielfältige Welten: zeitgenössische Kunst, soziale Netzwerke, Mode, Informationstechnologien, Werbung, Sound, Musik und Performancekunst.

Zu sehen sind Werke von 36 KünstlerInnen aus 16 Ländern, darunter eine Auswahl von Werken aus der Sammlung des Mudam. Hierzu gehört die zum Anlass der 48. Biennale von Venedig erschaffene monumentale Installation World Airport (1999) von Thomas Hirschhorn (*1975, Bern), eine zeitgenössische Metapher für die vernetzte und globalisierte Welt.

Biografie des Kurators

Francesco Bonami (*1955, Florenz) hat zahlreiche bedeutende internationale Ausstellungen betreut, darunter die Whitney Biennale (2010), die 50. Biennale von Venedig (2003) und die Manifesta 3 (2000). Er hat zudem Ausstellungen für das Walker Art Center in Minneapolis, die Whitechapel Gallery in London, das Koreanische Nationalmuseum in Seoul, das Hara Museum in Tokio, das Museum of Contemporary Art in Chicago und den Palazzo Reale in Mailand kuratiert. Er hat zahlreiche Publikationen verfasst und herausgegeben, darunter Monographien über Yan Pei-Ming, Jeff Koons, Maurizio Cattelan, Damien Hirst und Glenn Brown. Er ist Ehrendirektor der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin und künstlerischer Leiter von JNBY Art Matters in Huangzhou. Er lebt und arbeitet in New York und Mailand.

Credits

Kurator:
  • Francesco Bonami
    Assistiert von Emanuela Mazzonis

    Ausstellungskoordination: Clément Minighetti
    Assistiert von Sarah Beaumont, Anaëlle Lec’hvien, Nelly Taravel

Medienpartner:
  • RTL Luxembourg, Luxembourg Times, Beaux Arts Magazine, Mousse Magazine