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Ari Benjamin Meyers - In Concert at OGR Torino © Andrea Rossetti
Performance

Ari Benjamin Meyers

Der amerikanische Künstler und Komponist Ari Benjamin Meyers wurde vom Mudam mit der Konzeption einer neuen Performance für einen externen Veranstaltungsort beauftragt. Hierbei handelt es sich um den ehemaligen Plenarsaal des Europäischen Parlaments (1979-1981), der heute Teil des European Convention Center Luxembourg ist. Indem sie diesen symbolischen Ort besetzt, der ursprünglich als Raum für Debatten und Abstimmungen konzipiert wurde, untersucht Meyers’ immersive Performance die Codes von Macht und Überwachung. Die Arbeit nimmt das Wetter als Ausgangspunkt, um den Begriff der (Un-)Vorhersagbarkeit und das unstillbare menschliche Bedürfnis nach Prognosen, Fortschritt und Herrschaft über unseren Planeten.

Musiker, Performer und Techniker werden gemeinsam im Raum interagieren und über die Klimakrise sowie die zunehmend kritische und irrationale Beziehung des Menschen zur Natur und zu seiner Zukunft auf diesem Planeten nachdenken. Meyers’ Arbeit untersucht Strukturen und Prozesse, die das performative, soziale und ephemere Wesen von Musik und Musikmachen neu definieren. In seinen Kompositionen, Installationen, Ausstellungen und Performances hinterfragt er die Beziehung zwischen Interpret und Publikum, wobei er Musikern und Komponisten einen Raum bietet, in dem die Kontexte und Strukturen der Musik mit denen der bildenden Kunst verschmelzen. In seinen jüngeren Arbeiten konzentriert er sich auf den öffentlichen und bürgerlichen Raum, für den er groß angelegte Gemeinschaftsrituale konzipiert, zu denen auch die Gründung neuer Orchester gehört. Meyer, der Komposition und Orchesterleitung an der Juilliard School, der Yale University und dem Peabody Institute der Johns Hopkins University studierte, machte als musikalischer und künstlerischer Leiter der Gruppenausstellung Il Tempo del Postino (Manchester International Festival, 2007, und Art Basel, 2009) erstmals im Kontext der bildenden und performativen Kunst auf sich aufmerksam.

Biografie
Ari Benjamin Meyers (1972, New York) wurde als Komponist und Dirigent an der Juilliard School, der Yale University und dem Peabody Institute ausgebildet. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Kontexten präsentiert, darunter Unlimited Night at Art Basel (2022), Museum Abteiberg in Mönchengladbach (2022), Bundeskunsthalle Bonn (2022), Ludwig-Forum Aachen (2022), Berliner Theatertreffen (2022), MAAT in Lissabon (2022), Triennale de Beaufort (2021), Urbane Künste Ruhr (2021), Yellow Solo in Berlin (2020), Blitz Club in München (2020), Neues Museum Nürnberg (2020), Schering Stiftung in Berlin (2020), MCA Santa Barbara (2019), Kunstverein Kassel (2019), OGR in Turin (2019), VAC Foundation in Moskau (2019), Frac Franche-Comté (2019), Sammlung Pinault, Punta della Dogana in Venedig (2019), Liverpool Biennale (2018); Nowy Teatr in Warschau (2018); Kunst im öffentlichen Raum in München (2018); Witte de With in Rotterdam (2018); Sonic Somatic Festival in Florenz (2018), Biennale de Lyon (2017), Lenbachhaus in München (2017) und Hamburger Bahnhof in Berlin (2016). Meyers hat mehrfach mit bildenden Künstlern wie Tino Sehgal, Anri Sala und Dominique Gonzalez-Foerster und mit Bands wie The Residents, Chicks on Speed und Einstürzende Neubauten zusammengearbeitet. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Credits

Ort:
Plenarsaal: 1, rue du Fort Thüngen, 1499 Luxemburg
Kuratorin:
  • Joel Valabrega